Panorama

Beste Weine der Ungarndeutschen gewählt

Neszmély, Ödenburg (Sopron) und Seksard (Szekszárd): aus diesen traditionellen Weingegenden errangen Kellereien die Ehrentitel „Bester Weiß-, Rotwein bzw. Rosé der Ungarndeutschen 2018”. Mehr als 700 Weine wurden am landesweiten Weinwettbewerb bewertet.

Eine Rekordzahl an Weinproben ist eingetroffen, die 719 Weine verkostete eine aus 45 Experten bestehende Jury zwei Tage lang. Den Vorjahren ähnlich waren die Nadascher Gastgeber bestrebt, den aus dem ganzen Lande angereisten Juroren optimale Umstände zu bieten, damit sie Klarheit, Geschmack, Aroma und Charakter der Rebensäfte optimal beurteilen konnten – berichtete Hauptorganisator János Hetényi, der Vorsitzende des Nadascher Winzervereins:

„Wir versuchen so unparteiisch, gerecht und präzise wie nur möglich vorzugehen, darum entwickelten wir zur Bewertung eine originelle Zweiphasenmethode. Im ersten Schritt verteilen wir die zahlreichen Weinproben unter den neun Jurykommissionen. Die Weine, die sich als gut erweisen, kommen anschließend vor eine sogenannte Spitzenjury, welche die edelsten Tropfen bereits mit gleichem Maß misst. Für uns, Organisatoren, ist wichtig, dass alle Weine die gleichen Möglichkeiten bekommen.“

Via: zentrum.hu

 

Laut János Hetényi habe man im Vorjahr auffallend viele Schillerweine nominiert, dieses Jahr hingegen sei jedoch genau das Gegenteil der Fall. Der Jahrgang 2017 sei dank dem ausgezeichneten Wetter sehr gut ausgefallen, vor allem die Rotweine seien enorm kräftig, intensiv und fruchtig geworden. Und dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wider: neben den vielen Gold- und Silberqualifizierungen ist die Zahl der Goldqualifikationen mit einer Belobigung herausragend hoch.

Der „Weißwein der Ungarndeutschen 2018” ist heuer der Sauvignon Blanc Jahrgang 2017 des Weinhauses Stóbl aus Woi von der Weingegend Neszmély geworden; den Ehrentitel „Rotwein der Ungarndeutschen” darf der Pinot Noir Jahrgang 2015 von Peter Roll aus Ödenburg tragen, und der Titel des „Rosé der Ungarndeutschen“ geht an die Kellerei Prantner in Seksard für den Cabernet Rosé 2017.

Die Weinbeschau in Nadasch blickt auf eine fast dreißigjährige Tradition zurück und ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein landesweiter Wettbewerb. Es handelt sich ungarnweit um den einzigen Weinwettbewerb, an dem kleine Familienunternehmen mit großen Weinbetrieben wetteifern können. Beteiligen dürfen sich übrigens nicht ausschließlich Weinhersteller deutscher Nationalität: der Name des Wettstreits bezieht sich vielmehr auf die Gemeinschaft der Organisatoren, beziehungsweise auf die von Generation zu Generation weitervererbte reiche Weinkultur der deutschen Nationalität.

(Via: zentrum.hu, LdU – Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Beitragsbild: MTI/Varga György)