Wirtschaft

Knorr-Bremse testet 3D-Metaldrucken in Budapest

Knorr-Bremse druckt in Ungarn Bremskomponenten: der Unternehmensbereich für Schienenfahrzeuge in Budapest hat mit dem Testen vom 3D-Metaldrucken begonnen, teilte das Unternehmen am 21. März mit.

Knorr-Bremse erhoffe sich von der neuen Technologie eine signifikante Minderung der Produktionszeit von individuellen Produktionsgeräten und Ersatzteilen. Laut Mitteilung sei ferner der Bedarf an Grundmaterial und Werkzeugen sowie Energie niedriger als beim Gießen oder Zerspanen. Die Technologie ermögliche zudem die Verwirklichung geometrischer Formen, die mit den bisherigen Methoden nicht möglich waren, während auch die Masse der Produkte verringert werden kann. Die gedruckten Komponenten werden in den kommenden Monaten gründlich getestet.

Gefördert wurde die Anschaffung des über 240 Mio. Forint wertigen 3D-Metaldruckers der Marke EOS vom ungarischen Nationalen Amt für Forschung, Entwicklung und Innovation (NKFI). Innerhalb der in 30 Ländern präsenten Knorr-Bremse-Gruppe ist dies der erste 3D-Metaldrucker, der für die Herstellung von Komponenten von Bremssystemen eingesetzt wird. Obwohl bereits jetzt bei modernen Schienenfahrzeugen einzelne Metallteile, bei denen kein Sicherheitsrisiko besteht, aus dem Metalldrucker kommen, seien die Budapester Ingenieure die ersten im gesamten Industriezweig, die auch die Produktion sicherheitskritischer Einzelteile per Drucker planen. Laut Mitteilung sollen anfangs auf diese Art Prototypen und Ersatzteile gefertigt werden. Das Metalldrucken reduziert den Produktionsprozess von Prototypen auf ein Bruchteil, so könne das neue Gerät der Budapester Forschung+Entwicklung neuen Schwung geben, hieß es.

„Dass Knorr-Bremse das Metalldrucken erstmalig in Budapest testet, beweist, welche bedeutende Rolle die ungarische Tochtergesellschaft für die F+E-Tätigkeit der Unternehmensgruppe spielt“, erklärte Tivadar Tavaszi, Geschäftsführer von Knorr-Bremse Rail Systems Budapest. „Mithilfe einer solchen Technologie werden wir viel schneller auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren können. Obwohl es heute noch viele methodologische Fragen gibt, werden wir diese beantworten können, ferner bereiten wir das Terrain für die breite Einführung des 3D-Metalldrucks in die Bremsproduktion für Schienenfahrzeuge vor.“

via ahkungarn.hu, hirstart.hu; Foto: ahkungarn.hu / Knorr-Bremse