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Ungarische Presseschau: Parlamentswahlen bestimmen die Zukunft Ungarns für lange Zeit

„Die Wahlen am 8. April bestimmen, ob Ungarn souverän bleiben oder sich in ein Einwanderungsland verwandeln werde.“ – hatte der Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Interview geäußert. Die Wähler müssen sich nach Ansicht des Ministerpräsidenten zwischen seiner nationalen Regierung und „den Kandidaten der von George Soros geführten einwanderungsfreundlichen Kräfte entscheiden.“ Die oppositionsorientierten Zeitschriften betonen demgegenüber, dass die Wahlen über die „Republik vergiftende Regierung Orbans“ entscheiden. Ungarische Presseschau von budapost.de:

In einem Kommentar für Magyar Idők pflichtet Dávid Megyeri Ministerpräsident Viktor Orbán bei, wonach die Parlamentswahlen über die Zukunft Ungarns entscheiden werden. (In einem vom regierungsnahen Fernsehsender Echo TV ausgestrahlten Interview mit Zsolt Bayer hatte Orbán geäußert, dass die Wahlen am 8. April bestimmen würden, ob Ungarn souverän bleiben oder sich in ein Einwanderungsland verwandeln werde. Die Wähler müssen sich nach Ansicht des Ministerpräsidenten zwischen seiner nationalen Regierung und „den Kandidaten der von George Soros geführten einwanderungsfreundlichen Kräfte entscheiden“. In einer Nebenbemerkung erklärte Orbán: Es existiere eine geheime Vereinbarung zwischen dem ehemaligen Regierungschef Gyurcsány und dem Jobbik-Vorsitzenden Vona über eine Schwächung des ungarischen Nationalstaates, sollten sie die Wahlen gewinnen – Anm. d. Red.) Megyeri fordert die Ungarn auf, sie mögen ihrer Tradition der Selbstbestimmung treu bleiben. Am Sonntag könne man zwischen auf Tradition basierendem Erfolg und „Morast“ wählen.

Róbert Friss von der Tageszeitung Népszava betont, dass die Wahl die letzte Gelegenheit für das ungarische Volk sein könnte, sich die Macht von der Regierung zurückzuholen – einer Regierung, die nach Ansicht des linken Kommentators die Republik „vergiftet” hat. Friss äußert die Befürchtung, dass, sollte der Fidesz die Wahlen gewinnen, er massiv Rache an all seinen Kritikern und Gegnern nehmen werde.

(Via: budapost.de)