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15. Dezember 1989. Die blutigste Episode der Wendezeit, Rumäniens Freiheit beginnt in Temesvár

Ungarn Heute 2019.12.16.

Genau vor 30 Jahren fiel in Rumänien die kommunistische Diktatur.  Der Fall begann mit einem kurzen aber blutigen Aufstand gegen Nicolae Ceauşescu. Schon zu Weihnachten wurde er mit seiner Frau hingerichtet. 

Die Proteste begannen am 15. Dezember in Temesvár (Timișoara), im Westen des Landes als Reaktion auf den Versuch der Regierung, den Pfarrer  der Ungarischen Reformierten Kirche von Temesvár, László Tőkés, zu vertreiben. Er war eine Symbolfigur für die Verteidigung der Menschenrechte und protestierte gegen den Abriss von Dörfern sowie gegen die Unterdrückung der ungarischen Minderheit in Rumänien. Tausende kamen zu seinem Amt, und wollten die Polizei von Ceauşescu nicht reinlassen.

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

Das Regime gab eine brutale Antwort auf den Protest und schickte Soldaten in die Stadt. Die Tatsache, dass die Diktatur mit Gewalt reagierte, löste in den nächsten Tagen noch größere Demonstrationen aus.

Wegen der unterdrückenden Diktatur lebte die Mehrheit der Menschen in Armut und die Rechte von Minderheiten waren überhaupt nicht geschützt. Obwohl die anderen osteuropäischen Länder den Kommunismus auf friedliche Weise beendeten, war Rumänien das einzige Land hinter dem eisernen Vorhang, in dem der Übergang gewaltsam war.

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

Einer der symbolischen Punkte des Aufstands und ein „Katalysatorfunken“ war das Interview mit Pastor László Tőkés aus Temesvár, das von zwei kanadischen Reporter geführt wurde. Der einer war, Árpád Szőczi, er half beim Erwerb vom Geld für dieses Interview. Darin hat Tőkés den rumänischen Diktator scharf kritisiert. Während des Aufstands starben mehr als 1100 Zivilisten in Rumänien.

Unser Interwiev mit Árpád Szőczi finden Sie hier:

„Es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, Ungarisch zu lernen“

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

Via: Fortepan – Spender: Tamás Urbán

 

Am 21. Dezember kam es auch in Bukarest zu Auseinandersetzungen und die kommunistische Diktatur in Rumänien kam zum Ende.

(Via: zeit.de, euronews.com, Fotos und Beitragsbild: Fortepan – Spender: Tamás Urbán)