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Ärztekammer: „Es gibt Orte, wo 95 Prozent der Beatmungspatienten sterben“

Ungarn Heute 2021.04.01.

Die künstliche Beatmung von Corona-Patienten ist in einigen Krankenhäusern unwirksam, die Sterblichkeit ist extrem hoch, in manchen Abteilungen liegt sie bei 95%, was unbedingt überprüft werden muss – schreibt die ungarische Ärztekammer in einer Zusammenfassung, die für den Innenminister Sándor Pintér erstellt wurde. Laut MOK ist die körperliche und geistige Belastung des Gesundheitspersonals enorm, während viele Ärzte immer noch nicht wissen, für wie viel Geld sie arbeiten. Es wird empfohlen, Sporthallen und Theater für Impfungen zu öffnen, Zahnärzte, Kinderärzte und Personal aus dem privaten Sektor sollten an der Impfung teilnehmen. Die Kammer listet die wichtigsten Probleme in ihrem Schreiben auf.

Am Dienstag traf sich Gyula Kincses, Präsident der Ungarischen Ärztekammer mit Innenminister Sándor Pintér. Pintér war auch an den Meinungen der Ärzte interessiert, und die Kammer sammelte sie mit Hilfe der Leiter der Bezirksorganisationen und erstellte eine Problemliste der Covid-Versorgung in Ungarn. Die befragten Ärzte führten nicht nur die Probleme auf, sondern boten auch Vorschläge.

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  1. Die körperliche und geistige Belastung der Ärzte ist enorm, aber der medizinische Eid funktioniert immer noch bei ihnen.
  2. Die Mortalität bei Beatmungspatienten ist extrem hoch und liegt an einigen Stellen bei 95 Prozent.
  3. Viele sind frustriert, dass sie immer noch nicht wissen, für wie viel Lohn sie arbeiten.
  4. Es gibt eine enorme zusätzliche Belastung für Allgemeinmediziner, die Impfungen zu verabreichen.
  5. Die Bürokratie und Administration sind erstaunlich fragmentiert und kompliziert. Covid-Patienten werden über das System des Nationalen Gesundheitszentrums gemeldet. Die Probenahme kann über die Weboberfläche des Rettungsdienstes angefordert werden. Impfungen sollten auf ein anderes Portal hochgeladen werden. Die meisten Ärzte zeichnen sie jedoch auch in ihrer eigenen medizinischen Software auf, um sie später abrufen zu können.
  6. „Es wäre wichtig, die Krankenhaussituation und die Probleme auch in den Regierungsmedien detaillierter und realistischer darzustellen. Die regierungsnahen Medien tun dies nicht, und die Opposition bedient übertriebene Fälle von Extremismus, so dass die Bevölkerung kein realistisches Bild von der Situation hat.“

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Das vollständige Dokument auf Ungarisch finden Sie hier.

(Titelbild: MTI/kormany.hu/Árvai Károly)