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Außenminister verurteilt Ryanair-Zwangslandung in Weißrussland 

Ungarn Heute 2021.05.26.

Ungarns Außenminister Péter Szijjártó verurteilte die Landung des Ryanair-Flugzeugs, die durch die Behörden in Weißrussland erzwungen wurde. Er sagte, „es ist inakzeptabel, ein kommerzielles Verkehrsflugzeug ohne jeglichen Grund zur Landung zu zwingen. Das Flugzueg verkehrte sogar zwischen zwei EU-Ländern“ einnerte Szijjártó. 

„Die EU hat endlich geschlossen, schnell, entschlossen und energisch gehandelt“, betonte Szijjártó in Brüssel nach dem EU-Gipfel.

Die weißrussischen Behörden haben am Sonntag ein Ryanair-Flugzeug auf dem Weg von Athen nach Vilnius zu einer Landung in Minsk gezwungen. Das Flugzeug wurde von einem weißrussischen Kampfjet zum Flughafen begleitet, wo zwei Passagiere, der weißrussische Oppositionsjournalist Roman Protasewitsch und seine russische Freundin Sofia Sapega, festgenommen wurden. Protasewitsch war ein ehemaliger Chefredakteur des Telegram-Kanals NEXTA, den Weißrussland als extremistisch eingestuft hat.

Erzwungene Landung in Minsk: "EU-Erklärung spiegelt auch die ungarische Position wider"
Erzwungene Landung in Minsk:

Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Handel hat auf die Fragen des Privatsenders atv.hu zum Ryanair-Fall in Minsk geantwortet. In der Antwort bestätigt das Ministerium, dass sich Ungarn der gemeinsamen EU-Erklärung zu diesem Thema angeschlossen habe. Der Text der Erklärung spiegelt daher auch die Position Ungarns wider. Die EU-Staaten verhingen am späten Montagabend nach der […]Continue reading

Die EU beschloss auf dem Gipfel am Montag, belarussischen Flügen das Einfliegen in den EU-Luftraum und die Nutzung von EU-Flughäfen zu verbieten, und forderte EU-Fluggesellschaften auf, den belarussischen Luftraum zu meiden. Weitere Sanktionen sind noch angedacht.

In der Zwischenzeit haben die Europaabgeordneten der regierenden Fidesz eine Erklärung abgegeben, in der sie die Zwangslandung der Ryanair-Passagiermaschine ebenfalls verurteilen.

„Ein Flugzeug unter Missachtung jeglicher menschlicher Umstände und Gesetze zur Landung zu zwingen und die Sicherheit der Passagiere zu gefährden, ist inakzeptabel“, so die Partei und erklärten ihre Unterstützung für eine sofortige Freilassung von Protasewitsch und seiner Freundin.