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Budapester Altenpflegeheime erreichen Herdenimmunität dank Impfungen

Ungarn Heute 2021.05.02.

In Budapest wurde die Immunität von 1.500 Personen in Altenheimen und Obdachlosenunterkünften getestet. Dabei wurde festgestellt, dass fast alle Getesteten genügend Antikörper für einen Schutz haben und die Altenheime dank der Impfung eine Herdenimmunität entwickelt haben, berichtet hvg.hu.

Die Hauptstadt führte die Studie an 1.500 Personen durch, die in Altenpflegeheimen und Obdachlosenunterkünften arbeiten oder leben. Das Ergebnis:

98,9 Prozent der Geimpften haben genügend Antikörper, um den Schutz zu gewährleisten, während abgeschlossene Altenpflegeheime praktisch eine Herdenimmunität entwickelt haben.

573 ältere Menschen und 841 Arbeiter wurden in Pflegeheimen getestet, und 116 Personen wurden in Obdachlosenunterkünften getestet. Etwa zwei Drittel von ihnen waren geimpft worden, entweder mit dem Impfstoff von Pfizer-BioNTech oder von Moderna.

Die Studie ergab, dass, wenn man die Gesamtzahl der Personen in Altenpflegeheimen mit den 992 geimpften Personen der Studie zusammenzählt, 93 Prozent aller Mitarbeiter in Pflegeheimen immun sind. Wegen der fehlenden Immunität bei den restlichen 7 Prozent müssen die Covid-Protokolle aufrechterhalten werden. Dies wird als Herdenimmunität betrachtet, da das Virus zwar auftauchen kann, aber keine signifikante Auswirkung auf die Gemeinschaft haben wird.

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Ein weiteres interessantes Ergebnis war, dass bei den meisten nicht geimpften Personen, die sich vom Virus erholt hatten, deutlich weniger Antikörper gefunden wurden, obwohl sie immer noch genug für eine Immunität hatten. Mehr Antikörper zu haben, korreliert nicht direkt damit, immuner zu sein, da verschiedene andere Faktoren ebenfalls eine Rolle spielen.

Die Studie betonte, dass sie nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung ist. Es sollte auch beachtet werden, dass, während der Test die Immunität gegen COVID durch Antikörper untersuchte, es auch Hinweise darauf gibt, dass Impfstoffe Immunität durch die B-Zellen und T-Zellen des Körpers bieten.

Es ist derzeit nicht bekannt, wie lange die Immunität nach der Impfung anhält, und deshalb muss laut der Studie der Rückgang der Antikörper genau beobachtet werden. Dies wird bestimmen, ob weitere Impfungen erforderlich sind.

(Titelbild: MTI – Balázs Attila)