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Budapost: Eine konservative Vision der EU

Zsófia Nagy-Vargha 2021.05.12.

Zum Auftakt der Konferenz über die Zukunft Europas fordert eine regierungsnahe Kolumnistin die EU-Führung auf, den Wert der Subsidiarität zu achten. Presseschau von budapost.de. 

Mariann Őry kommentiert die am Sonntag eröffnete einjährige Konferenz der EU zur Zukunft Europas. Dabei kommt die Redakteurin der Tageszeitung Magyar Hírlap zu der Schlussfolgerung: Die Pandemie habe einmal mehr aufgezeigt, dass die Nationalstaaten effizienter seien als die Europäische Union. So hätten sich die nationalen Regierungen beim Krisenmanagement als weitaus leistungsfähiger erwiesen als die Brüsseler EU-Führung. Őry wirft der Union zudem vor, sie stelle die Interessen von Wirtschaftsmigranten über die legitimen Sorgen der europäischen Bürger um Wohlstand, Sicherheit und Arbeitsplätze.

Orbán: "Liberale Demokratie ist zur liberalen Nicht-Demokratie geworden"
Orbán:

„Das Konzept der liberalen Demokratie existiert nicht mehr, es ist zu einer liberalen Nicht-Demokratie geworden“ sagte der ungarische Ministerpräsident in einem Interview mit dem konservativen slowakischen Nachrichtenportal postoj.sk. In dem Interview sprach Viktor Orbán über Themen wie die Zukunft der Europäischen Union und Mitteleuropas, Migration und über COVID-19-Impfstoffe. Auf die Frage nach dem „Aufbau eines […]Continue reading

Die EU sollte nach Ansicht der regierungsfreundlichen Autorin die Subsidiarität respektieren und sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die von den Nationalstaaten wirksamer gehandhabt werden könnten. Mit Blick auf Ungarn befürchtet Őry, dass im Falle eines Sieges der Opposition bei den Wahlen 2022 eine linke Regierung die ungarische Souveränität sowie das nationale Interesse gefährden würde.

(Titelbild: Dan Johnston from Pixabay)