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Budapost: Ungarn startet Wiederöffnung

Zsófia Nagy-Vargha 2021.04.28.

Nachdem über 3,5 Millionen Ungarinnen und Ungarn wenigstens eine erste Corona-Impfung erhalten haben, sind seit Samstag die Außenbereiche von Bars, Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Am ersten Wochenende dieser teilweisen Lockerungen kamen in Straßen und auf Terrassen der Budapester Innenstadt große Menschenmengen zusammen – hauptsächlich junge Leute. Presseschau von budapost.de. 

Auf Mandiner warnt Milán Constantinovits vor Leichtsinn beim sozialen Miteinander. Der konservative Kommentator befürchtet, dass junge Leute, die sich ohne Masken treffen und feiern würden, den Kampf gegen die Epidemie gefährden könnten. Eine allmähliche Lockerung der einschränkenden Maßnahmen setze voraus, dass der Einzelne zu einem verantwortungsvollen und vorsichtigen Verhalten fähig sei, warnt Constantinovits und fordert von der Opposition ein Ende ihrer „Anti-Impf-Agitation“.

"Wir öffnen die Dienstleistungen für diejenigen, die eine COVID-Schutzkarte haben"

„Es wartet auf mich ein Glas Bier auf meiner Lieblingsterasse“ – sagte der Ministerpräsident in seinem gewöhnlichen Freitagsinterview im staatlichen Kossuth Radio. Am Samstag werden nämlich die Restaurantterassen wieder öffnen. Orbán fügte hinzu: „Wir werden auch die meisten Dienstleistungen Mitte nächster Woche neustarten. Spätestens am Donnerstag wird die 4. Million Impfung verabreicht“.  Orbán sprach auch […]Continue reading

Miklós Hargitai von Népszava hält die Wiederöffnung für zu früh und unverantwortlich. Der linke Kolumnist erinnert daran, dass bisher lediglich anderthalb Millionen Menschen beide Impfungen erhalten hätten. Ministerpräsident Viktor Orbán wolle von seinen bisherigen Misserfolgen bei der Bewältigung des Epidemie-Notstands ablenken, indem er unter Verweis auf die frühe Wiederöffnung einen Erfolg für sich beanspruche. Hargitai geht davon aus, dass die zügige Lockerung der bisherigen Einschränkungen eine weitere Welle der Epidemie auslösen werde, und macht den Regierungschef für die aus seiner Sicht unnötigen, aber unvermeidbaren Todesfälle verantwortlich.

(Via: budapost.de, Titelbild: MTI – Attila Balázs)