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„Christen waren in der Geschichte immer wieder Verfolgungen ausgesetzt“

Ungarn Heute 2019.04.17.
Die Nationale Universität für den Öffentlichen Dienst und das Ministerpräsidentenamt Ungarns zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung richteten eine internationale Konferenz mit dem Titel „Christenverfolgung in der Geschichte“ auf dem Campus der Universität in Budapest aus. Die mit über 125 Teilnehmern aus Wissenschaft, Kirchen, Militär und Bürgergesellschaft gut besuchte Maßnahme hatte das Ziel, historische Parallelen aufzuzeigen, die Herausforderungen des Miteinanders der Glaubensgemeinschaften im Nahen Osten zu thematisieren sowie Vorschläge eines Zusammenlebens auszuarbeiten. 

Im anschließenden Panel stellten die eingeladenen Professoren Beispiele aus der Geschichte der Antike und des Mittelalters vor, die allesamt die prekäre Lage der Christen zum Gegenstand hatten. Nach der Verfolgung durch die römischen Kaiser sahen sich die Christen auch auf den drei europäischen Halbinseln wechselvollen Zeiten ausgesetzt, das Verhältnis mit den dort lebenden muslimischen Gemeinschaften war angespannt, konnte aber durch gute Politik auch eine gesunde Balance erfahren.

Das zweite Panel der Veranstaltung vermittelte neben Aspekten der Christenfeindlichkeit der Französischen Revolution auch einen Überblick über die gegenwärtigen sicherheitspolitischen Entwicklungen in der Levante. Prof. Dr. Massimo Pampaloni SJ vom Päpstlichen Orientalischen Institut erinnerte an Jesus Christus als Vorbild der verfolgten Christen im Nahen Osten. Den deutschen Beitrag der Konferenz steuerte Prof. Dr. theol. habil. Dirk Ansorge, Inhaber des Lehrstuhls an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Frankfurt am Main bei. Der Professor gab einen Überblick über die diversen Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema verfolgter Christen weltweit und stellte deren länderbezogene Aktivitäten vor. Im Anschluss referierte er über den gesellschaftlichen Wandel und stellte die Frage, mit welchem Recht wir als Christen und Europäer von den Gesellschaften des Nahen Osten eine religiöse und kulturelle Vielfalt einfordern, wenn wir in Europa diese selbst nicht befürworten.

(Via: kas.de, Bence Bauer LL.M, Fotos: Konrad Adenauer Stiftung, Beitragsbild: kozbenjaro.blog.hu)