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Europa hat den Wettlauf um die Narrative in der Welt schon lange verloren

Ungarn Heute 2022.09.21.

Europa habe den Wettlauf der Narrative im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den deswegen verhängten Sanktionen längst verloren, der Rest der Welt interessiere sich nicht für die genauen Ursachen der negativen Auswirkungen, sondern wolle sie nur beenden, sagte Péter Szijjártó am Eröffnungstag der diesjährigen UN-Generalversammlung in New York.

Der ungarische Außenminister betonte, dass der bewaffnete Konflikt und die als Reaktion darauf auferlegten Sanktionen nicht mehr nur Europa, sondern die ganze Welt in Mitleidenschaft ziehen, u. a. wegen der steigenden Kosten für Energie, Lebensmittel und Düngemittel.

Auf der Tagung des EU-Rates für Auswärtige Angelegenheiten am Vortag habe man darüber gesprochen, wie man erklären könne, dass es der Krieg selbst sei, der das Leid in der Welt verursache, und nicht die gegen ihn verhängten Sanktionen.

„Aber wenn man mit außereuropäischen Außenministern spricht, ist es klar, dass sie sich nicht dafür interessieren, was wir sagen, was genau ihr Leiden verursacht, sie wollen, dass es aufhört“, warnte er.

Laut Außenminister Szijjártó sollten neue EU-Sanktionen vergessen werden
Laut Außenminister Szijjártó sollten neue EU-Sanktionen vergessen werden

"Frieden ist die Lösung für alle Probleme und ernsten Herausforderungen, vor denen wir stehen", warnte Szijjártó vor der UN-Generalversammlung.Weiterlesen

„Ich hoffe aufrichtig, dass die europäischen Länder und die Europäische Union selbst irgendwann endlich Maßnahmen ergreifen, die nicht zu einer Eskalation oder Verlängerung des Krieges führen, sondern dazu beitragen, ihn zu beenden“, fügte der Politiker hinzu.

Péter Szijjártó erklärte, dass in Europa und Nordamerika eine kommunikative und politische Blase entstanden sei, die suggeriere, dass die ganze Welt über diesen Konflikt so denke wie wir.

Er wies auch darauf hin, dass an der UN-Generalversammlung in dieser Woche fast alle Staats- und Regierungschefs der Welt teilnehmen, selbst Vertreter von Ländern, die miteinander verfeindet sind, werden sich treffen können.

Es gibt keine bessere und breitere Plattform als die UNO, um über die Beendigung des Krieges zu diskutieren,

betonte der Außenminister.

via mti.hu, Beitragsbild: offizielle Facebook-Seite von Péter Szijjártó