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Fidesz-Bürgermeister von Győr: „Es hätte nicht geschadet, mit Ärzten über das neue Gesundheitsgesetz zu sprechen“

Ungarn Heute 2021.03.06.

Das linksliberale Portal 444.hu resümierte schriftlich eine Sendung des örtlichen Radios der westungarischen Stadt Győr, in der András Csaba Dézsi, der Bürgermeister von Győr (Fidesz), unter anderem über das neue Rechtsverhältnis im Gesundheitswesen sprach. Dézsi, der seit seiner Wahl auch als Kardiologe tätig ist, sagte, dass er Budapest zweimal pro Woche aus zwei Gründen besucht: Er habe versucht, Geld mit „mehr oder weniger Erfolg“ für die Stadt zu sammeln, und Regierungspolitiker über das neue Gesundheitsgesetz zu beraten, aber sein letzter Versuch sei „auf taube Ohren gestoßen“. 

Dézsi beklagte sich erneut darüber, dass seine Frau, die bisher als leitende Assistentin für ihn gearbeitet hatte, aufgrund der neuen Regeln gezwungen war, das gemeinsame Unternehmen zu verlassen. Der Bürgermeister kritisierte auch die „obligatorische Ruhezeit“: „Polizisten wollen Ärzten erklären, was ein gesunder Lebensstil ist, wir wissen aber etwas mehr darüber“. Er sagte, es sei nicht gut, dass das Innenministerium das neue Gesetz entworfen hatte.

Es hätte nicht geschadet, zumindest mit Ärzten zu verhandeln, aber ich möchte niemanden beleidigen, weil offensichtlich jeder so viel leistet, wie er kann. Sie sollten aber nicht stolz darauf sein, dass sie so wenig wissen. 

Sorgt neues Rechtsverhältnis im Gesundheitswesen für Kündigungswellen?
Sorgt neues Rechtsverhältnis im Gesundheitswesen für Kündigungswellen?

Die überwiegende Mehrheit der Ärzte und Krankenschwestern des „St. Imre-Lehrkrankenhauses“  in Budapest hat den neuen Vertrag des Gesundheitssystems schon unterzeichnet, es gibt jedoch viele, die es nicht getan haben. In der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin werden 5 von 28 Ärzten nicht in der Einrichtung bleiben, und 17 Angestellte von 54 Fachkräfte haben die gleiche […]Continue reading

Er nannte es einen offensichtlichen „Unsinn“, was der „Generaldirektor des Nationalen Krankenhauses“ kürzlich sagte, dass sich die Gesundheitsversorgung trotz der Tatsache verbessern könne, dass etwa 5000 sie verließen.

Es ist ähnlich dazu, wenn ein Fußballtrainer sagen würde: Zwei unserer Spieler wurden rausgeworfen, aber mit neun haben wir viel bessere Gewinnchancen. Witz hat auch ein Limit.

Ihm zufolge versuchen diejenigen, die Entscheidungsträgern nur von Erfolgen erzählen, ihre Fehler zu verschleiern.

Wie auch wir darüber berichtet haben, mussten alle Ärzte und die Fachkräfte im staatlichen Gesundheitssystem neue Verträge als Übergang zu einem neuen Beschäftigten-Status im Gesundheitswesen unterzeichnen. Frist dazu war der 1. März. Während die neuen Verträge die Grundgehälter der Ärzte erheblich erhöhen, sind Bereitschaftsgebühren und andere Lohnzuschläge vielerorts unklar, obwohl diese einen erheblichen Teil der Gehälter der Ärzte ausmachen. Laut Schätzungen haben etwa 5000 Personen die Verträge abgelehnt.

(Bild: MTI – Csaba Krizsán)