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In Ungarn entwickeltes Coronavirus-Medikament könnte 2023 in die klinische Erprobung gehen

Ungarn Heute 2021.10.25.

Nach Tierversuchen und toxikologischen Tests könnten die klinischen Versuche mit dem ungarischen Coronavirus-Medikament Anfang 2023 beginnen, so Imre Kacskovics, Immunologe und Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät der Eötvös Loránd Universität (ELTE).

„Wir haben Moleküle identifiziert, die in dem Sinne neu sind, dass wir sie für patentierbar halten und wir konnten im Sommer zeigen, dass diese Moleküle, diese Wirkstoffe das Virus daran hindern, die Zellen zu infizieren“, so Kacskovics. Dies wurde von Professor Ferenc Jakab in Pécs nachgewiesen. Derzeit laufen Tierversuche, um zu testen, ob sie vor Infektionen und Krankheiten geschützt sind.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass diese Versuche erfolgreich verlaufen und wir ein Molekül auswählen können, das in die Medikamentenentwicklung einfließt,

sagte der Immunologe.

Bei der toxikologischen Prüfung muss nicht nur nachgewiesen werden, dass das Medikament Infektionen verhindert, sondern auch, dass es keine anderen Krankheiten verursacht. Kacskovics schätzt, dass die toxikologische Phase ein Jahr dauern wird und verspricht gründliche Arbeit, berichtet Infostart. Er sagte, dass jeder das Medikament bekommen kann.

Es ist ähnlich wie ein Antikörper, es kann als Präventivmedizin verwendet werden. Damit meinen wir, dass jemand, der nicht durch Impfstoffe geschützt ist, der keine Immunreaktion auf sie hat, durch dieses Medikament geschützt werden kann. Der Schutz setzt sehr schnell ein, nach 6-10 Stunden, und kann 3-4 Monate anhalten.

Kacskovics fügte hinzu, dass das Coronavirus-Medikament einen ergänzenden Schutz zu den bestehenden Impfstoffen für immungeschwächte Menschen bieten könnte, aber auch für gesunde Menschen, „von denen einige aus dem einen oder anderen Grund nicht durch den Impfstoff geschützt werden.“

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Bei dem Medikament handelt es sich um ein großes Proteinmolekül, dessen Herstellung recht kompliziert ist und das daher in Ungarn nur in der Biotechnologieanlage von Richter Gedeon oAG hergestellt werden kann. Es wird als intravenöses oder nasales Spray erhältlich sein, aber Kacskovics geht derzeit davon aus, dass es sich eher um einen Impfstoff handeln wird.

(Via: Hungary Today, Beitragsbild: János Vajda/MTI)