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Innenministerium gibt Dürrealarm aus

Ungarn Heute 2022.03.21.

Das Innenministerium hat ab Montag einen Dürrealarm für das ganze Land ausgerufen. Nach Angaben des Ministeriums hat der Mangel an Regen in den letzten Wochen die Luftfeuchtigkeit in den oberen Bodenschichten auf unter 40 Prozent sinken lassen, und das für die nahe Zukunft vorhergesagte warme und trockene Wetter wird den Boden weiter austrocknen.

Im Rahmen des Alarms durften die Landwirte Oberflächenwasser zur Bewässerung nutzen, ohne eine Genehmigung zu beantragen und eine Gebühr zu zahlen.

Wasserknappheit beeinträchtigt die Böden im ganzen Land

Die obersten 20 Zentimeter des Bodens sind in der letzten Zeit weiter ausgetrocknet, wobei der Feuchtigkeitsgehalt in fast allen Teilen des Landes unter 40 % fiel. Die Böden konnten sich aufgrund der fehlenden Winterniederschläge nicht regenerieren und trocknen wegen des zunehmenden Niederschlagsmangels aus. Nach Angaben des Ministeriums sind nennenswerte landesweite Niederschläge nach wie vor unwahrscheinlich, da überwiegend sonniges, trockenes und warmes Wetter vorhergesagt wird, was die Wasserknappheit verschärft und ein ernstes Problem für die Entwicklung des Herbstanbaus darstellt.

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Nach Ansicht der Kammer gilt die direkte Ausbringung von Wasser aus Oberflächengewässern mit Hilfe von temporären Pumpstationen bis zu einem Höchstwert von 120 Millimetern pro Hektar auf einer Fläche von weniger als 100 Hektar zu Bewässerungszwecken während eines Zeitraums von höchstens einem Monat ohne Unterbrechung als außergewöhnliche Verwendung von Wasser für Bewässerungszwecke.

Experten haben bereits darauf hingewiesen, dass die Trockenheit zu einem erheblichen Anstieg der Preise für bestimmte Obst- und Gemüsesorten führen könnte.

(Titelbild: Pixabay)