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Kanzleramtsminister Gulyás: „Deutsche Medien sind nicht frei (…), Ungarn betrachtet Jourová als „Persona non grata“

Ungarn Heute 2021.03.18.
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„Während die Impfstoffbeschaffung der Europäischen Union schief ging, hilft auch Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourová  bei der Verteidigung gegen die Pandemie nicht und bereitet sich darauf vor, gegen andere Länder vorzugehen. Jourová fühlt Hass gegen Ungarn und ist für ihre Position völlig untauglich“ sagte Kanzleramtsminister Gergely Gulyás auf seiner üblichen Pressekonferenz auf eine Frage von Journalisten. Der Minister fügte hinzu: „Der ungarische Staat betrachtet Jourová als Persona non Grata. „

In Brüssel war Anfang März eine Debatte angesetzt, in der die Situation der Medien nicht nur in Polen, sondern auch in Ungarn und Slowenien diskutiert wurde.

Unabhängige Medien spielen eine wichtige Rolle, um den Bürgern Entscheidungen zu erleichtern und Manipulationen der demokratischen Debatte zu bekämpfen

Deutsche Welle soll ungarische Inhalte produzieren
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„Wir wollen ein reales Bild davon geben, was in Europa passiert, und die in den ungarischen Medien weniger diskutierten Themen wie Menschenrechte, Minderheitenrechte und LGBTQ-Themen behandeln“, sagte Peter Limbourg, Generaldirektor des deutschen staatlichen Senders „Deutsche Welle“. Damit bestätigte er die bereits aufgetauchten Gerüchte, dass der Sender auch Inhalte auf Ungarisch liefern würde. Laut Limbourg habe […]Continue reading

betonte die Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourová bei der Debatte. Gleichzeitig sprach sie von „besorgniserregenden Entwicklungen“ in den betroffenen Ländern. Auf die Frage, warum sich Jourová mit den deutschen Medien nicht befasst, sagte der Kanzleramtsminister bei seiner Pressekonferenz am Donnerstag:

Während die Impfstoffbeschaffung der Europäischen Union schief ging, hilft auch  Vize-Kommissionspräsidentin Vera Jourová  bei der Verteidigung gegen die Pandemie nicht und bereitet sich darauf vor, gegen andere Länder vorzugehen

Ex-Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion: "Ungarn braucht die moralisierende Überheblichkeit aus Deutschland nicht"
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„Im Jahr 2021 fällt deutsche Politik immer mehr durch ihre moralisierende Überheblichkeit gegenüber anderen Ländern auf“ schreibt der Präsident der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in einem Gastartikel der deutschen Online-Zeitung „GermanZ“. Gerhard Papke betont in seinem Schreiben, dass Ungarn „diese moralisierende Überheblichkeit“ nicht braucht.  Papke erinnert in seinem Artikel, dass der Intendant der „Deutschen Welle“ jüngst angekündigt […]Continue reading

Auf die Frage, ob die deutschen Medien frei seien, sagte Gulyás:

Ich glaube nicht, dass die deutsche Presse frei und ausgeglichen ist. Die schlimmsten Zeiten werden durch einige Elemente der dortigen Propaganda hervorgerufen

so Gulyás und fügte hinzu:

Darüber hinaus ist die deutsche Presse nicht so vielfältig wie in Mittel- und Osteuropa, insbesondere in Ungarn

schloss der Minister seine Gedanken.

(Titelbild: MTI/AFP pool/EPA/Kenzo Tribouillard)