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Kardinal Péter Erdő begrüßte „Freunde von Ungarn“ bei der Mindszenty-Messe

Ungarn Heute 2019.05.08.

Mitglieder der „Freunde von Ungarn Stiftung“ aus 29 verschiedenen Ländern der Welt kamen nach Esztergom, um an der von Kardinal Péter Erdő veranstalteten Messe teilzunehmen, die József Mindszenty, dem ehemaligen Erzbischof von Budapest, und seiner Seligsprechung angeboten wurde. Vor dem Gottesdienst begrüßte der Kardinal die fast 150 Gäste aus dem Ausland und betonte seine Freude darüber, dass sie gemeinsam feiern können. Auch E. Sylvester Vizi, Vorsitzender der Stiftung, war bei der Messe anwesend, zusammen mit Miklós Kásler, Minister für Humanressourcen, Staatssekretärin Mariann Vízkelety und Staatssekretär Pál Völner, dem US-amerikanischen Botschafter David Cornstein, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Péter Boros, sowie ehemaligen Verfassungsrichtern. Der Bischof der Diözese Nagyvárad, László Böcskei, betonte in seiner Predigt: „Der ehemalige Kardinal Mindszenty war Gottes Geschenk nicht nur für seine Zeit, sondern auch für die zukünftigen Generationen“.

„Ich bitte diejenige, die heute hier sitzen, nicht nur für die Seligsprechung von Kardinal Mindszenty zu beten, sondern dass sie auch dem Beispiel von ihm folgen: Gott und die Mitmenschen zu lieben!“ – sagte Péter Erdő, Erzbischof von Esztergom-Budapest, vor dem letzten Segen und verabschiedete sich von denjenigen, die an der Mindszenty-Wallfahrt in Esztergom teilgenommen hatten. Unter ihnen von den fast 150 Mitgliedern der „Freunde von Ungarn Stiftung“, die aus 29 verschiedenen Ländern der Welt in die Basilika kamen.

Foto: Lambert Attila – Magyar Kurír

László Böcskei, Bischof der Diözese Nagyvárad, sagte in seiner Predigt über Mindszenty: „Die Geschichte besteht nicht nur aus Phasen, sondern auch aus Individuen. Personen, die Lichter sind und den Kampf gegen die Dunkelheit aufnehmen. Dies war Kardinal József Mindszenty.“

Foto: Magyar Kurír

Der Bischof fügte hinzu: „Mindszenty hatte ein rührendes und tragisches Leben; mit seiner Konsequenz und mit seiner Liebe zum Beruf diente er nicht nur der Kirche sondern auch  seinem Volk.“

Zwei Mitglieder der Gemeinschaft „Freunde von Ungarn“ konzelebrierten bei der Messe: Pater László Csicsó aus London und Pater László Németh aus Rom, und einer der Messdiener war ebenfalls ein Mitglied der Gemeinschaft.

Foto: Lambert Attila – Magyar Kurír

Nach dem Gottesdienst legten E. Sylvester Vizi, der Vorsitzende des Kuratoriums der Freunde von Ungarn Stiftung, und Kardinal Péter Erdő einen Kranz auf das Grab von József Mindszenty.

Vorsitzender der „Frunde von Ungarn Stiftung“, E. Sylvester Vizi, Foto: Tamás Lénárd

Fact

Leben von Mindszenty: József Mindszenty wurde in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges von der rechtsextremen Pfeilkreuzer inhaftiert und nach dem Krieg vom kommunistischen Regime verfolgt. In seinem Schauprozess wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Spionage, seines angeblichen Gebots, die Republik zu stürzen, und anderer falscher Anschuldigungen. Zur Zeit des Freiheitskampfes von 1956 wurde er aus dem Gefängnis befreit, später in der US-Botschaft versteckt und verließ das Land. Er ist auch zu einem Symbol der Unterdrückung der kommunistischen Macht und der Verfolgung der Religion geworden.

Seligsprechungsverfahren

Papst Franziskus hat vor kurzem den heroischen Tugendgrad von Kardinal József Mindszenty anerkannt. Die Feststellung des heroischen Tugendgrades ist in der katholischen Kirche eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Selig- und Heiligsprechung. Damit dürfte der Kardinal in absehbarer Zeit seliggesprochen werden. Im Jahr 1993 wurde von Michael von Habsburg-Lothringen als Präsident der Mindszentystiftung der Seligsprechungsprozess initiiert. So kann schon bald die Untersuchung eines Wunders beginnen, was für jede Seligsprechung notwendig ist: Eine medizinisch ungeklärte Heilung, die ihm zugeschrieben wird, wartet auf die römische Bewertung.