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Kinderpornobilder: Ex-Botschafter stellt Antrag auf Abmilderung der Strafe

Ungarn Heute 2020.07.09.

Ungarns ehemaliger Botschafter in Peru, Gábor Kaleta beschloss, einen Antrag auf Abmilderung der Strafe zu stellen, nachdem er sich schuldig bekannt hatte und wegen Kinderpornografie verurteilt wurde. Das Urteil: ein Jahr bedingte Freiheitsstrafe und 1.500 Euro (540.000 Forint) Geldstrafe. 

Letzte Woche wurde Gábor Kaleta zu einem Jahr bedingte Freiheitsstrafe und zu einer Geldstrafe von 540.000 HUF (1.519 EUR) für den Besitz pornografischer Fotos von Kindern verurteilt.  Der Ex-Botschafter in Peru wurde voriges Jahr abberufen, nachdem das FBI einen internationalen Kinderpornoring aushob. Auf seinem Computer waren mehr als 19.000 pädophile Bilder und Videos.

Kaleta, der vor seiner Botschaftsposition auch als Sprecher des Justizministeriums fungierte, war im vergangenen Jahr unter völliger Geheimhaltung nach Ungarn gebracht worden. Der parlamentarische Bericht über seinen Fall wurde für zehn Jahre verschlüsselt.

Es war die oppositionelle Nachrichtenseite Index, die die Geschichte Monate später veröffentlichte.

Kaleta bekannte sich schuldig

In seiner Rede sagte Kaletas Anwalt, dass der ehemalige Diplomat 30 Kilo abgenommen hatte, und fügte hinzu, dass er seiner Ansicht nach nur mit einer Geldstrafe belegt werden sollte.

Er lebte ein vorbildliches Leben als Anwalt, in dem er eine diplomatische Karriere machte und dadurch seinem Land diente. Er ist ein zutiefst religiöser Mann, der regelmäßig seinen Glauben ausübt

sagte der Anwalt über Kaleta.

Der Angeklagte selbst erklärte, dass seine Eltern von Unbekannten angerufen würden und auch die Firma, bei der er arbeitet, Drohungen erhalten habe.

Ich spüre diesen Druck über alle Maßen, was mein Leben schwer beeinträchtigt

so der ex-Botschafter.

Das Gericht begründete das milde Urteil damit, dass für die Anschuldigungen drei Monate bis drei Jahre Freiheitsstrafe verhängt werden kann, „wie bei Dokumentenfälschung, Beihilfe zur Flucht oder Vandalismus/Landfriedensbruch“. Nachdem der Angeklagte geständig war und auch die Staatsanwaltschaft nicht mehr forderte, habe man dieses Urteil getroffen.

Inzwischen hat die Regierung angekündigt, die Strafen gegen Kinderpornografie zu verschärfen. Die Demokratische Koalition der Linken Opposition (DK) und die MSZP wollen ebenfalls stärkere Maßnahmen und befragten den Generalstaatsanwalt, warum für Kaleta nur eine Bewährungsstrafe verlangt wurde.

Die sozialistischen Abgeordneten der Opposition forderten am Mittwoch, dass die Strafen für Kinderpornografie verschärft werden sollten.

Attila Mesterházy sagte auf einer Online-Pressekonferenz, dass die Strafe, die Gábor Kaleta, Ungarns ehemaliger Botschafter in Peru, für den Besitz von fast 20.000 Kinderpornobildern ausgehändigt wurde, die Gesellschaft „schockiert“ habe und das Urteil „den Gerechtigkeitssinn der Menschen schädige“.

Fidesz-Politiker sind seit dem Urteil still und es scheint, dass die Entscheidung sie nicht erschüttert hat

sagte Mesterházy.

Er bemerkte auch, dass der ehemalige Botschafter früher von den Geheimdiensten überprüft worden war.

Fidesz schrieb in einer Erklärung, dass die ungarische Linke in den letzten Jahren „auf der Seite der Kriminellen“ gestanden habe und lehnte es ab, Vorschläge zur Bekämpfung von Sexualverbrechen gegen Kinder zu unterstützen.

Der linke Flügel hat zusammen mit dem Soros-Netzwerk daran gearbeitet, die ungarische Strafpolitik zu liberalisieren und zu lockern

heißt es in der Erklärung.

Undorító, amit Kaleta Gábor tett, a bíróság ítélete pedig felháborító és elfogadhatatlan. Kaleta ahelyett, hogy…

Geplaatst door Kocsis Máté op Woensdag 8 juli 2020

Fidesz-Fraktionschef Máté Kocsis sagte auf Facebook, dass die milde Strafe „schockierend und inakzeptabel“ sei. Er versprach, dass die Regierung die einschlägigen Vorschriften überarbeiten und strengere Strafen vorschlagen werde. Die Regierung wird auch vorschlagen, dass Pädophile künftig in öffentlich zugänglichen Akten registriert werden.

(Via: Hungary Today, mti.hu, Medien- und Meinungsfreiheit für Ungarn, Beitragsbild: MTI – Szilárd Koszticsák)