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Kindertag: Orbán beantwortete Fragen von Kindern, Oppositionsparteien kritisieren Familienpolitik

Ungarn Heute 2021.05.31.

„Kinder sind die Zukunft der Nation“, sagte der Fraktionsvorsitzende der mitregierenden Christdemokraten in einer Erklärung am Sonntag, anlässlich des Internationalen Kindertages. Die Regierung veröffentlichte eine „außerordentliche“ Regierungsinformation, wobei Kinder den Regierungsmitgliedern Fragen gestellt haben. Die Oppositionsparteien kritisierten unterdessen die Familienpolitik der Regierung.

Eine spezielle Kindertag-Ausgabe von „Kormányinfo Plus“ (Regierunginfo-Plus) veröffentlichte die Regierungssprecherin am Kindertag. Die Kleinsten konnten dabei Fragen stellen, die die Politiker beantwortet haben.

In einem Video, das auf Viktor Orbáns Facebook-Seite hochgeladen wurde, fragte ein achtjähriges Mädchen den Ministerpräsidenten, ob er jemals eine „Schulverwarnung“ erhalten hat. Der Premierminister antwortet im Video:

Ich habe mehrere Verwarnungen während meiner Schulzeit bekommen, sowohl von der Klassenleiterin als auch vom Schuldirektor… Damals gab es noch sogenannte „Kontrollhefte“, kleine Hefte, die die Lehrer gelegentlich an die Eltern nach Hause schickten, um ihnen mitzuteilen, wie sich das Kind benommen hat. Ich bekam manchmal eine Verwarnung vom Schulleiter mit Rotstift.

Orbán sagte, dass er darauf überhaupt nicht stolz sei und er würde es jedem abraten, aber das passiert auch bei einem Premierminister.

Familienministerin Novák: "Die ungarischen Menschen haben das Gefühl, dass es sich lohnt eine Familie in Ungarn zu gründen" - Interview!
Familienministerin Novák:

Obwohl die Reproduktionsrate, seit dem Tiefpunkt (2011), im letzten Jahr auf 1,56 gestiegen ist, kann man in Ungarn noch nicht von einer Trendwende in Bezug auf den Bevölkerungsrückgang sprechen. Die Regierung hat in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung von Familien eingeführt. Daraus folgt die Frage, ob die finanziellen Zuschüsse ausreichen, oder […]Continue reading

Weitere „Interviewpartner“ im Video sind unter anderem Justizministerin Judit Varga, Familienministerin Katalin Novák, Finanzminister Mihály Varga sowie Kanzleramtsminister Gergely Gulyás.

Auch die politischen Parteien gedachten des internationalen Kindertages

István Simicskó von der mitregierenden Christdemokraten hob die weltweit einzigartigen“ familienfreundlichen Maßnahmen der Regierung in den letzten 10 Jahren“ hervor und sagte, dass „das System Familie geholfen habe, ein stabiles Umfeld“ für Kinder zu schaffen.

Co-Vorsitzender der oppositionellen LMP, Máte Kanász-Nagy, sagte auf einer Pressekonferenz, dass „die Erwachsenen ein Land aufbauen sollten, in dem die Träume aller Kinder wahr werden“. Dabei sollte die Bildung Chancengleichheit gewährleisten, unabhängig davon, aus welcher Art von Familie das Kind kommt.

Fact

Der Kindertag, auch Weltkindertag, Internationaler Kindertag oder Internationaler Tag des Kindes, ist ein in über 145 Staaten der Welt begangener Tag, um auf die besonderen Bedürfnisse der Kinder und speziell auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen.[1] Die Art seiner Ausrichtung reicht von einem Gedenk- bzw. Ehrentag für Kinder über einen Quasi-Feiertag mit Festen und Geschenken bis zu politischen Aktionen und Demonstrationen in der Tradition eines Kampftages. Ziel des Tages ist, Themen wie Kinderschutz, Kinderpolitik und vor allem die Kinderrechte in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.  (Wikipedia)

Die sozialdemokratische Abgeordnete Ildikó Borbély Bangó schlug vor, dass der Staat für jedes Kind ein Bankdepot anlegen sollte, welches es mit 18 Jahren einlösen und das Geld für Unterkunft oder Bildung ausgeben kann. Die Abgeordnete kritisierte die Regierung, deren „familienfreundliche Politik nur Worte sind“ und betonte, dass etwa 400.000 Kinder in tiefer Armut leben.

Diese Kinder haben kaum eine Chance, in menschenwürdigen Verhältnissen zu leben, wenn sie erwachsen werden,

warnte Borbély Bangó. Die Beseitigung der Kinderarmut und die Unterstützung von Familien seien oberste Priorität für die Sozialistische Partei, sagte sie und fügte hinzu, dass „ein sicheres Auskommen für Familien die Grundlage für eine stabile Gesellschaft“ sei.

(Via: mti.hu, Facebook Seite von Viktor Orbán, Titelbild: Facebook Seite von Viktor Orbán)