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Klubrádió: Ein Schritt näher an der Rückforderung früherer Frequenzlizenzen

Ungarn Heute 2021.02.19.
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Die ungarische Medienregulierungsbehörde hat die Korrekturen akzeptiert, die Klubrádió im Rahmen des neu gestarteten Angebots für seine frühere Frequenz vorgenommen hat. Daher könnte der Sender, der letzte Woche nicht mehr auf Sendung gehen durfte, noch die Chance haben, seine Lizenz zurückzufordern.

Die ungarische Medienbehörde (NMHH) teilte Klubrádió mit, dass sie die Korrekturen des Senders in der kürzlich neu gestarteten Ausschreibung für die von ihr verwendete Frequenzlizenz akzeptiert habe, berichtete die Mediennachrichtenseite Media1.

Infolge der Entscheidung blieb Klubrádió der einzige Antragsteller, so dass mit der Bewertung über den Inhalt des Antrags des Radiosenders begonnen werden kann.

Aber wie Media1 auch betont, könnte der Regulierer immer noch Probleme mit der Anwendung finden. Es ist also alles andere als sicher, ob der regierungskritische Radiosender seine Lizenz zurücknehmen kann. Mit den neuen Entwicklungen haben sich die Chancen jedoch erhöht.

Wie wir berichtet haben, hat die ungarische Medienbehörde zwei Tage nach dem Start von Klubrádió beschlossen, weiterhin Angebote für ihre frühere Frequenz anzunehmen.

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Das linksliberale Klubrádió gehört zu den letzten Radiosendern in Ungarn, die nicht unter dem Einfluss der Regierung (oder der Kontrolle einer anderen Partei) stehen. Ab dem 14. Februar wird es abgestellt, nachdem ein Budapester Gericht einen Einspruch des Radiosenders gegen die Entscheidung der ungarischen Medienbehörde, seine Lizenz nicht zu verlängern, zurückgewiesen hat. Die Entscheidung sorgte im In- und Ausland für Aufruhr und erfrischte die Debatten über die ungarische Pressefreiheit und die übermäßige Macht der Regierungskräfte.

(Via: Hungary Today, Beitragsbild: Facebook)