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Matolcsy: „Zeit der unbegrenzten Ressourcen“

Dániel András Vargha 2020.04.05.

In seinem üblichen Meinungsartikel für das Wirtschaftsportal novekedes.hu sieht Notenbankpräsident György Matolcsy nicht nur einen dramatischen Beginn des neuen Jahrzehnts, sondern rechnet mit weiteren stürmischen Jahren – berichtet Budapester Zeitung.

„Wenn auf sieben Jahre Sonnenschein sieben düstere Jahre folgen, ist das immer schwierig, weil Risiken und Herausforderungen zunehmen.“ Zur gleichen Zeit nimmt aber auch der Spielraum zu, wer nun wagt, der könne richtig viel gewinnen im globalen Wettbewerb, zeigt sich der MNB-Präsident in der von ihm gewohnten Weise optimistisch.

Matolcsy verglich die jetzige Krise mit jener aus den 1940er Jahren, als der Zweite Weltkrieg und der einsetzende Kalte Krieg jede Menge politische Auseinandersetzungen bereithielten. Wirtschaftlich zeigten sich vor allem Parallelen zu den 1970er Jahren.

„Gegenüber Asien und der angloamerikanischen Welt scheint der Abstieg der EU unaufhaltbar“, schreibt Matolcsy. Gewinnen werden jene, die eine „Zeit der unbegrenzten Ressourcen – von Daten, Energie und Geld – anbrechen sehen und diese auf nachhaltige Weise zu nutzen verstehen“. Im Unternehmenssektor wird nach seiner Ansicht eine Rückkaufwelle einsetzen, so dass viele vormals durch Auslandsinvestoren beherrschte Segmente in heimisches Eigentum gelangen.

(Der originelle Artikel wurde in der „Budapester Zeitung” veröffentlicht, Sie können das Magazin auf der Website www.budapester.hu/service/abonnement abonnieren. Beitragsbild: MTI/Koszticsák Szilárd, Das Foto wurde am 10.03.2020 bei der Jahreseröffnung der MKIK gemacht  )