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OB von Budapest: Kostenloses Parken ist eine schlechte Idee

MTI - Ungarn Heute 2020.04.07.

Die Abschaffung der Parkgebühren im ganzen Land wird von den Bürgermeistern in Budapest nicht unterstützt. Laut Oberbürgermeister Gergely Karácsony wird das Ziel, die Menschenmenge in den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verringern, dadurch nicht erreicht. Die Maßnahme werde jedoch die Anzahl der Autos in der Stadt erhöhen. 

Karácsony zitierte auf Facebook den Fidesz-Bürgermeister des 5. Bezirks von Budapest, der kürzlich seine Besorgnisse in Bezug auf das Parken in der Innenstadt ausgedrückt hatte, er sagte, dass kostenloses Parken den Einheimischen Parkplätze in der Nähe ihrer Häuser entziehen und den Verkehr erhöhen würde, was wiederum das Risiko von Coronavirus-Infektionen erhöht.

„Die Epidemie ändert nichts an der Tatsache, dass die Innenbezirke von Budapest derzeit doppelt so viele Autos haben wie Parkplätze“, sagte Karácsony.

Daten zeigen, dass viele, die sonst zu Hause geblieben wären, beschlossen hätten, in die Stadt zu fahren, sagte er und fügte hinzu, dass die Zahl der illegalen Parker am Montag nahe an der eines normalen Arbeitstages liege.

Karácsony sagte, die Stadt werde Parkplätze für den Einsatz von Gesundheitspersonal in der Nähe von Krankenhäusern markieren.

Premier Viktor Orbán hat am Samstag angekündigt, dass das Parken im ganzen Land am Montag kostenlos wird. Dadurch sollen mehr Bürger das Auto nutzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Das kostenlose Parken soll ein Anreiz für die Menschen sein, weniger mit Bus und Bahn zu fahren, um so das Ansteckungsrisiko zu verringern.

(Beitragsbild: MTI – Budapester Innenstadt, Via: László Róka)