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Orbán ist Ministerpräsident mit der längsten Amtszeit in der Geschichte Ungarns

Ungarn Heute 2020.11.30.

Bis gestern war Kálmán Tisza (1830–1902), ein Politiker der Liberalen Partei des Dualismus, der am längsten amtierende Ministerpräsident in der Geschichte von Ungarn. Er hielt den Rekord mit 14 Jahren und 144 Tagen. Wie Justizministerin Judit Varga heute in einem Facebook-Beitrag betonte, wurde dies nun vom derzeitigen Premierminister Viktor Orbán übertroffen.

„Historische Zeiten, historische Ergebnisse, historische Perspektiven“ schrieb Justizministerin Varga in einem Facebook-Beitrag. Sie gratulierte Premier Orbán für seine Arbeit.

Történelmi idők, történelmi eredmények, történelmi távlatok. Orbán Viktor miniszterelnök úr holnaptól az összességében…

Közzétette: Varga Judit – 2020. november 29., vasárnap

Fact

Kálmán (Koloman) Tisza gründete 1875 seine Liberale Partei und übernahm die Regierung noch in demselben Jahr. Er setzte als Ministerpräsident umfangreiche Reformen zur Modernisierung des Landes vor allem im Bereich Wirtschaft, Justiz, Sozialwesen und Politik durch. Mit Hilfe von Finanzminister Sándor Wekerle konnte er das Land vor einem Staatsbankrott retten. Unter seiner Regierung konnte sich die Unabhängigkeit gegenüber dem österreichischen Reichsteil Cisleithanien verstärkt entwickeln. Seine lange Regierunsperiode brachte eine politische Stabilität ins Land.

„Die soziale Entwicklung konnte jedoch nicht mit der relativ konstanten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes Schritt halten“ steht in einem Wikipedia Artikel. Der Autor fügt hinzu: Unruhen und wachsender Antisemitismus waren die Folgen. Die Bedeutung des politischen Antisemitismus in Transleithanien konnte von ihm jedoch vorübergehend zurückgedrängt werden. Unter der Regierung Tisza begann auch die Politik der forcierten kulturellen Magyarisierung Ungarns.

(Via: index.hu, wikipedia.org, Foto: MTI – Szilárd Koszticsák)