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Orbán: Ungarn kann Massenerkrankungen nicht vermeiden

MTI - Ungarn Heute 2020.03.20.

Coronavirus-Epidemie hat in Ungarn das Stadium von Massenerkrankungen noch nicht erreicht, aber dies wird wahrscheinlich bald passieren, sagte Premierminister Viktor Orbán in einem Interview am Freitag.

Mediziner sagen, dass große Fallzahlen nicht verhindert werden können, aber die Epidemie kann verlangsamt werden, so Orbán dem öffentlich-rechtlichen Sender Kossuth Rádió.

Das Ziel ist nun, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem schwerwiegende Fälle behandeln kann

fügte er hinzu.

Orbán sagte, die ungarische Gesundheitsversorgung habe genügend Vorräte, um die aktuelle Situation zu bewältigen, aber es würden mehr Geräte und Materialien beschafft, um die zunehmende Anzahl von Patienten versorgen zu können.

Wir haben eine kollektive Verteidigung organisiert … die ungarische Gemeinschaft ist bereit, sich selbst zu schützen

sagte Orbán. „Wir haben einen richtigen militärischen Verteidigungsplan.“

Er sagte, es sei zu erwarten, dass die meisten Patienten, die eine Intensivpflege benötigen, älter sein würden, aber auch Kinder mit Immunschwäche seien durch das Virus gefährdet.

Orbán bestand darauf, dass die Regierung auf Anraten von Epidemiologen umgehend gehandelt und die Ausbreitung des Virus in einem frühen Stadium der Epidemie festgestellt hatte, aber mathematische Modelle zeigten, dass die Ausbreitung des Virus zwar verlangsamt werden kann, die Krankheit jedoch rechtzeitig in ganz Europa verteilt eintreten würde.

Orban wies die Besorgnis über einen Mangel an Ausrüstung zurück und sagte, der ungarische Bestand sei ausreichend, um die derzeitige Infektionsrate zu bewältigen. In der Zwischenzeit werde mehr Ausrüstung beschafft, fügte er hinzu. Er stellte fest, dass in Ungarn in Gefängnissen und anderswo Masken hergestellt werden.

Wenn es eine Massenepidemie gibt, sind die Älteren den größten Gefahren ausgesetzt, und wir machen uns Sorgen um sie … ich bitte ältere Menschen … zu Hause zu bleiben

Der Premier trifft jeden Tag mehrmals das Krisenstab. Die für die Reaktion auf die neue Coronavirus-Epidemie zuständigen Aktionsgruppen werden verschiedene Aspekte der Situation im Bereich der öffentlichen Gesundheit erörtern, so Viktor Orbán noch am Donnerstag in einem auf Facebook hochgeladenen Video.