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Orbán: Wir brauchen keine Ausrede, sondern Impfstoff

Ungarn Heute 2021.01.22.

Ministerpräsident Viktor Orbán sagte in einem Interview im Radio Kossuth: Wenn die Beschaffung von Impfstoffen in der EU nur langsam vorangeht, dann muss Ungarn nach anderen Bezugsquellen suchen. Er fügte hinzu, dass die Einschränkungen noch mindestens zwei Wochen in Kraft bleiben werden.

In Bezug darauf, dass in Großbritannien, Israel, Russland und China bereits viel mehr Menschen geimpft wurden, hat der Premier die Frage gestellt, warum die Europäische Arzneimittel-Agentur die Genehmigung für den britischen AstraZeneca-Impfstoff nicht erteile. Brüssel hat immer eine Erklärung dafür, warum die Beschaffung langsam vorangeht,  die Ungarn brauchen jetzt aber keine Antworten, sondern Impfstoffe. Wenn nicht aus der EU, dann von anderen Quellen. Es sei nicht akzeptabel, dass ungarische Menschen sterben, weil kein Impfstoff aus der EU vorhanden ist – fügte er hinzu. Über den britischen Impfstoff sagte Orbán noch, dass er billiger als die bisher verwendeten ist. Für die Ungarn sei aber nur wichtig, dass sie sichere Impfstoffe bekommen.

Kanzleramtsminister: "Regierung muss eigene Impfstoffquellen finden"
Kanzleramtsminister:

Die ungarische Regierung ist „gezwungen, ihre eigenen Impfstoff-Quellen zu finden“, da die Corona-Massenimpfung in der EU  immer noch nicht begonnen hat, sagte der Kanzleramtsminister auf seiner regelmäßigen wöchentlichen Pressekonferenz am Donnerstag. „Die Regierung verhandelt mit allen potenziellen Lieferanten, einschließlich China und Russland“, sagte Gergely Gulyás. Er betonte, dass die Regierung nur Impfstoffe kaufen werde, „mit […]Continue reading

Der Ministerpräsident verriet, dass Péter Szijjártó, Minister für Außenpolitik und Wirtschaft, auswärtige Angelegenheiten mit dem russischen Hersteller in Moskau verhandelt, um so viele Impfstoffe wie möglich für Ungarn zu beschaffen. Die Chinesen werden ihre Impfstoffe jedoch nur mit Vorhandensein einer Dringlichkeits-Zulassung liefern.

Über die Aufrechterhaltung der Corona-Einschränkungen sagte Orbán, dass sie bestimmt noch zwei Wochen in Kraft bleiben werden. Das Parlament wird danach über eine Milderung oder Aufrechterhaltung entscheiden.

Ungarn genehmigt russische und britische Impfstoffe
Ungarn genehmigt russische und britische Impfstoffe

Die ungarischen Behörden haben die Impfstoffe AstraZeneca aus Großbritannien und Sputnik V aus Russland zugelassen. Damit kann die Impfung mit diesen Vakzinen innerhalb der Europäischen Union zuerst in Ungarn beginnen. Mit AstraZeneca wird in Großbritannien bereits geimpft. Dieser Impfstoff, welcher gemeinsam von der Universität Oxford und dem Pharmaunternehmen AstraZeneca entwickelt wurde, ist billiger und seine […]Continue reading

In Bezug auf die Lage der Wirtschaft fügte der Premier hinzu, dass den neuesten Angaben nach im Dezember 2020 ca. 4000 Menschen mehr gearbeitet haben, als ein Jahr zuvor. Während die jetzige Regierung in Krisenzeiten die Arbeitsplätze schütze und die Unternehmen stärke, hat die sozialistische Vorgängerregierung damals die Banken gerettet, in dem sie das Geld von den Menschen wegnahm. Er fügte hinzu: Um die zukünftige Abhängigkeit Ungarns zu verringern, hat die Regierung beschlossen, ein Werk für die Herstellung von Impfstoffen in der ostungarischen Stadt Debrecen (Debrezin)  zu errichten.

Bezüglich des heutigen Tags der ungarischen Kultur sagte Orbán: Es sei keine politische Frage, ob unsere Kultur eine christliche Wurzel habe, es sei eine Tatsache. Wir leben in einem christlichen Kulturkreis, mit einem lateinischen Hintergrund, welcher von der Orthodoxie gestützt werde.

Beitragsbild: screenshot