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Präsident Áder: „Stellen wir uns der Herausforderung, die uns die Pandemie gebracht hat“

Ungarn Heute 2021.05.18.

Auch Präsident János Áder begrüßte in einer Videobotschaft die Mitglieder der Stiftung „Freunde von Ungarn“ (Herausgeber unseres Portals), die sich in diesem Jahr wegen der Pandemie erneut nur online treffen konnten. Die Organisation feiert in diesem Jahr das 10-jährige Jubiläum ihres Bestehens. Der Präsident hob in seiner Rede die Pandemie sowie die „Nachzeit“ des Coronavirus hervor und sagte den Mitgliedern: „Es ist empfehlenswert“, uns auf ein verändertes, besseres gemeinsames Leben nach der Pandemie vorzubereiten, als das alte Leben zurück zu wollen.

Der ungarische Präsident begann seine Rede mit einem Zitat von Papst Franziskus, der sagte: „aus einer Krise geht man nicht genauso hervor, wie man vorher war: Entweder gehen wir besser oder schlechter daraus hervor.“ Áder schlug auch vor, dass es besser ist, uns auf ein verändertes, besseres gemeinsames Leben nach der Pandemie vorzubereiten, als unser altes Leben zurück zu wollen.

Áder erinnerte in seiner Begrüßungsrede daran, dass es schon zum zweiten Mal in Folge nicht möglich sei, die Mitglieder der Gemeinschaft der „Freunde von Ungarn“ persönlich zu treffen.

Die alltäglichen Veränderungen der Pandemie haben uns gelehrt, anpassungsfähig zu werden, um größere Probleme zu bewältigen. Viele haben sich darüber beklagt, dass das Virus auch im Jahr 2021 noch ein Thema ist und sie Veranstaltungen absagen, Pläne ändern, Reisen verschieben und Gelegenheiten neu überdenken müssen

Kanzleramtsminister: "Wir streben auch mit Deutschland eine Vereinbarung über die Impfpässe an"
Kanzleramtsminister:

Die Regierung erwartet, bis nach Pfingsten fünf Millionen Geimpfte zu erreichen, sagte Kanzleramtsminister Gergely Gulyás bei seiner gewöhnlichen Pressekonferenz. Über die nächsten Schritte der Lockerungen wird das Kabinett erst bei seiner nächsten Sitzung am Mittwoch entscheiden.  Der Minister sprach auch darüber, dass die Regierung mit Deutschland verhandelt, um die Einreise der geimpften Staatsbürger in beide […]Weiterlesen

Áder betonte, dass die Situation eigentlich viel vielversprechender ist, als es viele früher dachten. „Im letzten Jahr ging man davon aus, dass es mindestens drei Jahre dauern würde, einen Impfstoff zu entwickeln“ betonte Áder.

Die Impfstoffe, die viel früher als erwartet eingesetzt werden konnten, wirkten als „ein Licht am Ende des Tunnels“, doch tauchten dann neue Virusvarianten auf, die sogar zu einer noch stärkeren, noch tödlicheren dritten Welle führten.

Heute, mehr als ein Jahr nach dem Ausbruch der Pandemie, können wir immer noch nicht sagen, dass wir am Ende des Weges sind: Es gibt immer noch viel Leid, viele Verluste und ungelöste Fragen. Auch Menschenleben sind immer noch in Gefahr

so der Präsident.

Professor Vizi: "In Ungarn sind alle Impfstoffe wirksam und können Leben retten. Lassen Sie sich damit impfen, was angeboten wird!"
Professor Vizi:

Ungarn steht betreffend der Durchimpfungsrate innerhalb der EU an der Spitze. Laut Professor E. Sylvester Vizi ist dies hauptsächlich auf das gut organisierte Impfprogramm und die Tatsache zurückzuführen, dass das Land von der Beschaffungen durch die EU teilweise unabhängig geworden ist. Der Pharmakologe macht auch darauf aufmerksam, dass die ungarischen Behörden nur zuverlässige Impfstoffe zugelassen […]Weiterlesen

Ungarns Impfrate deutet darauf hin, dass „wir bald den Meilenstein erreichen werden, von dem aus unser Weg nur noch zur Überwindung der Pandemie führt“. Dies sei weitaus vielversprechender, so Áder, als die Unsicherheit, die das vergangene Jahr unser Leben beherrscht hat.

„Jedes Mal, wenn wir eine Lösung für unsere Probleme gefunden haben, haben die neuen Fragen unsere, schon für beruhigend gehaltenen Antworten weggefegt. Langsam können wir wieder einen Schritt nach vorne machen und dem Virus die Initiative aus der Hand nehmen. Denn jetzt haben wir die nötigen Werkzeuge und eine ausreichend starke Verteidigung, die es uns erlaubt, uns auch auf die ferne Zukunft vorzubereiten. Denn wenn alles gut geht, könnten wir innerhalb eines Jahres unseren eigenen Impfstoff haben.“

"Wir hoffen, dass der ungarische Impfstoff einen wirksamen Schutz bieten wird"

In hundert Tagen wird in Debrecen der Grundstein für eine ungarische Impfstofffabrik gelegt, kündigte László György, Staatssekretär für Wirtschaftsstrategie an. Er betonte, dass „die Epidemie gezeigt hat, dass eine patriotische Wirtschaftspolitik sinnvoll ist“. Auch Ungarns Landesamtsärztin äußerte sich positiv über ein zukünftiges ungarisches Vakzin.  Die Vorbereitungen für eine heimische Impfstofffabrik begannen ebenfalls vor dem Auftauchen […]Weiterlesen

Áder sagte, dass die „Freunde Ungarns“ viel dazu beitragen können, dass wir stärker, weiser, solidarischer, vorsichtiger und fürsorglicher nach der Pandemie werden.

Er hob die Arbeit der ungarischen Biochemikerin Katalin Karikó und ihrer Kollegen hervor, dank derer eine neue Technologie nun in der Massenproduktion von lebensrettenden Coronavirus-Impfstoffen eingesetzt werden kann.

Der Präsident verwies speziell auf ein Interview von Karikó, in dem die Forscherin sagte, dass ihre Fähigkeit, Lösungen für die Hindernisse zu finden, immer von ihr selbst, ihrem Wissen und ihrer Ausdauer abhing.

"Ich bin kein Held, die Mitarbeiter des Gesundheitswesen sind das"

Egal, ob Karikó in der Schule, an der Universität oder während ihrer Karriere als Biochemikerin mit Schwierigkeiten konfrontiert war, es war Zoráns Lied "Diamant und Gold" ("Gyémánt és arany"), das ihr half, ihre Probleme zu überwinden.Weiterlesen

Diesen Ansatz wünschte Áder auch für die Zeit nach der Pandemie in den Bereichen: Weiterentwicklung des Gesundheitswesens, die Wiederbelebung und Aufrechterhaltung der Wirtschaft, die Unterstützung der Wissenschaft und die Stärkung der Gemeinden.

„Bei dieser Aufgabe zählt Ungarn auf die aktive Mitarbeit seiner Freunde. Auf Ihre Beharrlichkeit, Ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit, Ihr Wissen und Ihre Loyalität“ schloss der ungarische Präsident seine Gedanken und wünschte allen eine erfolgreiche Konferenz.

Die „Freunde von Ungarn Stiftung“ wurde im Jahr 2011 mit dem Ziel gegründet, die Öffentlichkeit werteorientiert aber objektiv über die Ereignisse und Ergebnisse aus Ungarn und von den Ungarn aus aller Herren Ländern zu informieren. In der Mitgliedschaft der Gemeinschaft sind Leute ungarischer Herkunft bzw. Leute, die mit den Ungarn sympathisieren, die in Ihrem eigenen Umfeld bzw. in Ihrem eigenen Land relevante Persönlichkeiten sind. Mitglieder sind sowohl Chemie-Nobelpreisträger als auch erfolgreiche Bankvorstandsvorsitzende, ehemalige Botschafter, ausländische Journalisten, Akademiker und Opernsänger. Die Mitgliedschaft aus fünf Kontinenten wird über das Geschehen der Stiftung und über die Ereignisse in Ungarn regelmäßig informiert. Jedes Jahr treffen sich die Mitglieder der Stiftung in ihrer Heimat, in Ungarn, um über die Geschehnisse im Land zu diskutieren sowie ihre ausländische Erfahrungen miteinander zu teilen.

(geschrieben von Tamás Vaski – Hungary Today, übersetzt von Ungarn Heute)