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Regierung: Mäßigung der Preise bei Baustoffen spürbar

MTI - Ungarn Heute 2021.10.07.

Die Preise bestimmter Baustoffe in Ungarn sind in den vergangenen Monaten dermaßen angestiegen, dass eine tägliche Preisbildung eingeführt werden musste, welche man seit zwanzig Jahren nicht erlebt hat. Jetzt sagt der Staatssekretär für Verbraucherschutz, dass eine vor drei Monaten von der Regierung eingeleitete Untersuchung des Baustoffmarktes schon eine Kurskorrektur zeigt, so Péter Cseresnyés. 

Eine Analyse der Preisentwicklung zeigt, dass der deutliche Preisanstieg im ersten Halbjahr gestoppt wurde. In einigen Fällen wurden die Preise zu Beginn des Jahres erfolgreich wieder auf das Niveau gesenkt, und die Preise für eine noch breitere Produktpalette kehrten im April auf das Niveau zurück

sagte Cseresnyés in einer Erklärung.

Die Regierung verpflichtete Baustoffverkäufer im Sommer Exporte zu deklarieren, da befürchtet wurde, dass die Preise die Vorteile eines staatlichen Subventionsprogramms (Renovierung von Häusern) zunichte machen könnten. Die Meldepflicht gilt bis Januar 2022.

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Die Regierung plante sogar, den Export von Baumaterialien ab Oktober zu verbieten, das kündigte Ministerpräsident Viktor Orbán noch im Juli an. Grund: „Die Exporte sind in der letzten Zeit in diesem Sektor gestiegen, was zu höheren Preisen für einige Produkte geführt hat.“ Der Export von Baumaterialien musste in der Zwischenzeit der Regierung gemeldet werden, die ein Vorkaufsrecht haben wird, sagte er. „Wir versuchen, wichtige Materialien im Land zu behalten“, sagte Orbán.

Regierung plant Exportverbot für Baumaterialien ab Oktober
Regierung plant Exportverbot für Baumaterialien ab Oktober

Die Preise bestimmter Baustoffe in Ungarn sind in den vergangenen Monaten dermaßen angestiegen, dass eine tägliche Preisbildung eingeführt werden musste, welche man seit zwanzig Jahren nicht erlebt hat.Weiterlesen

Im Sommer wurde die Verbraucherschutzbehörde in eine Untersuchung über Unregelmäßigkeiten auf dem Baustoffmarkt einbezogen. In den vergangenen drei Monaten waren Angestellte der Regierungsstellen im ganzen Land unterwegs, haben 685 Vor-Ort-Kontrollen durchgeführt und dabei fast 400 Verstöße festgestellt. Im Rahmen der Marktaufsicht wurden mehr als 1.100 Produktarten mit insgesamt rund 350.000 Artikeln kontrolliert.

Es gibt auch wenige Beispiele für einen Lagermangel, was möglicherweise mit der oben genannten Meldepflicht für die Exporte zusammenhängt, die von der Regierung kürzlich bis Januar verlängert wurde. Es trifft auch zu, dass ungarische Hersteller deutlich seltener bei Verstößen gegen die Marktaufsicht erwischt werden.

(Via: MTI, Beitragsbild: Pixabay)