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Regierung verdoppelt die Zahl der Grenzschutztruppen

MTI - Ungarn Heute 2020.01.07.

Die ungarische Regierung werde die Zahl der Soldaten, die „angesichts des zunehmenden Migrationsdrucks“ an den Grenzen patrouillieren, verdoppeln, sagte Szilárd Németh, Staatssekretär im Verteidigungsministerium auf einer Pressekonferenz.

Németh sprach bei der Grenzpolizei in Madaras im Südosten Ungarns und teilte mit, dass sich die Zahl der illegalen Einwanderer im vergangenen Jahr auf 3.299 fast verzehnfacht habe. Er fügte hinzu, dass die Behörden mit einem weiteren Anstieg gerechnet hätten.

Gábor Böröndi, stellvertretender Befehlshaber der ungarischen Armee (links) und Staatssekretär Szilárd Németh. Foto von Edvárd Molnár – MTI

Laut Németh patrouillieren ungarische Soldaten seit 2015 mit Polizisten an den Grenzen.

Generalleutnant Gábor Böröndi, stellvertretender Befehlshaber der ungarischen Armee, teilte mit, dass die Zahl der Soldaten in der Grenzkontrollmission am Montag von 50 auf 100 gestiegen ist.  Unter Einbeziehung des Hilfspersonals wird der Umzug die Gesamtzahl auf 500 erhöhen, sagte er. Er fügte hinzu, dass die Maßnahme „so lange wie nötig“ in Kraft sein werde.

Zahl der illegalen Einwanderer, die nach Ungarn einreisen, hat sich 2019 verdoppelt

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der illegalen Einreisenden nach Ungarn gegenüber 2018 um das 2,6-fache gestiegen, teilte der Leiter der ungarischen Grenzschutzpolizei am Montag mit.

Der Migrationsdruck sei zum Jahresende besonders hoch gewesen – sagte László Balázs. Rund 1.400 Migranten seien zwischen dem 16. und 22. Dezember nach Ungarn gekommen. Weitere 803 wurden zwischen dem 1. Januar und dem 5. Januar festgenommen, sagte er.

Die illegale Einwanderung sei entlang der Grenze des Schengen-Raums überall auf dem Vormarsch, insbesondere an den serbischen und rumänischen Grenzabschnitten, sagte Balázs.

Brigadegeneral von den ungarischen Streitkräften, László Garas sagte, die Zahl der Soldaten, die an den Grenzen dienen, habe sich in den letzten Tagen verdoppelt. Drohnen und Hubschrauber seien auch bei der Aufklärung im Einsatz, sagte er.

(Via: mti.hu, Beitragsbild: MTI – Edvárd Molnár)