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Schiffskollision – Kreuzfahrtschiffskapitän wieder in Haft

MTI - Ungarn Heute 2019.07.30.

Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes, das im Mai mit einem Ausflugsboot im Zentrum von Budapest kollidierte, befindet sich aufgrund des Verdachts, nach der Kollision keine Hilfe geleistet zu haben, wieder in Haft, teilte das Budapester Polizeipräsidium am Montag mit.

Im vergangenen Monat wurde der 64-jährige ukrainische Kapitän der „Viking Sigyn“ wegen Verdachts auf kriminelles Fehlverhalten in Haft genommen und später gegen eine Kaution von 15 Millionen Forint (45.800 Euro) freigelassen. Das kommunale Gerichtsurteil, das die Freilassung des Kapitäns bewilligte, verpflichtete ihn auch, in Budapest zu bleiben.

Am Montag teilte die Polizei mit, der Kapitän sei erneut in Haft genommen worden und werde wegen des Verdachts verhört, die Passagiere und die Besatzung des Hableány-Ausflugsboots nach dem Absturz im Stich gelassen zu haben.

Die Rückkehr des Kapitäns erfolgt nach einem Beschluss des Obersten Gerichts Ungarns, der besagt, dass die Entscheidung der Vorinstanzen, ihn gegen Kaution freizulassen, rechtswidrig war.

Kapitän des Donaukreuzers festgenommen

Der Fall ging an das oberste Gericht, nachdem der Staatsanwalt die Kuria gebeten hatte, die Freilassung des Kapitäns für rechtswidrig zu erklären, da er ein Flugrisiko darstelle und die ungarischen Behörden keine Informationen über seinen Wohnort in Ungarn hätten. Die Staatsanwaltschaft unterstrich auch die Gefahr von Beweismanipulationen und wies darauf hin, dass der Kapitän nach der Kollision Daten von seinem Handy löschte.

Die Verteidigung entgegnete, der Wohnort des Kapitäns sei den Behörden bekannt und er habe keine Daten von seinem Telefon gelöscht. Der Anwalt des Kapitäns sagte bei der Anhörung am Montag, sein Mandant sei „zum Staatsfeind gemacht“ worden, obwohl er die Unschuldsvermutung genießen dürfe.

Das Ausflugsboot sank am 29. Mai, nachdem es mit einem Flusskreuzfahrtschiff zusammengestoßen war. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden. Nur sieben Insassen überlebten das Unglück.

(Via: mti.hu, Beitragsbild: atv.hu)