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Sozialisten über UEFA-Supercupspiel: „Erlaubt die Landeschefärztin den Menschenversuch?“

Ungarn Heute 2020.09.21.

Die Sozialisten fragen Ungarns Landeschefärztin, ob sie der UEFA erlaubt hat, das Supercupspiel am 24. September in Budapest vor Publikum zu veranstalten. 

„Der Europäische Fußballverband will mit Zustimmung der ungarischen Regierung während der zweiten Corona-Welle einen beispiellosen Menschenversuch durchführen“, sagte MSZP-Abgeordnete Ildikó Borbély am Sonntag auf einer Online-Pressekonferenz. 

Laut der Politikerin hat die UEFA zugegeben, dass sie „nach einer Antwort auf die Ausbreitung des Virus bei einem Massenereignis sucht“, sodass das Ereignis als medizinische Forschung betrachtet werden kann.

UEFA: Supercup-Ausrichtung wie geplant 

Die Sozialistische Partei hält es für inakzeptabel, Ungarn als „Meerschweinchen“ einzusetzen, und fordert die Regierung wiederholt auf, das Spiel zu einem geschlossenen Ereignis zu machen.

Im UEFA-Superpokal-Finale trifft der Europa-League-Sieger Sevilla auf den Champions-League-Sieger Bayern München.

Voraussetzung für den Einlass ins Stadion ist ein negativer Corona-Test, den Fans maximal drei Tage vor dem Spiel durchgeführt haben müssen. Die UEFA hat entschieden, dass Zuschauer bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität zugelassen werden.

„Um für die maximale Sicherheit der Fans zu sorgen, gelten strenge Hygienemaßnahmen und die Fans werden aufgefordert, sich verantwortungsvoll zu verhalten und die Maßnahmen jederzeit einzuhalten“ – steht auf dem Portal der UEFA. 

Alle Ticketinhaber:

  • müssen einen Abstand von 1,5 Metern zum nächsten Zuschauer wahren
  • müssen zu jeder Zeit innerhalb des gesamten Stadionperimeters eine Mund-Nasen-Maske tragen
  • müssen sich wenn immer möglich die Hände waschen bzw. desinfizieren
  • müssen am Eingang des Stadions ihre Körpertemperatur messen lassen (Fans mit einer Körpertemperatur von 37,8° C oder mehr wird der Zutritt zum Stadion verweigert

Das deutsche Robert-Koch Institut hat die ungarische Hauptstadt vorige Woche als Risikogebiet eingestuft. 

(Via: mti.hu, Beitragsbild: MTI/Zsolt Szigetváry)