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Staatspräsident: „Ungarn macht zwar Fortschritte im Umweltschutz, doch es muss noch mehr tun“

Zsófia Nagy-Vargha 2021.12.04.

„Ungarn muss noch mehr für den Umweltschutz tun, aber es muss auch anerkennen, was es bisher erreicht hat“, betonte der Staatspräsident Ungarns, Schirmherr der Nachhaltigkeitsausstellung und Weltkonferenz „Planet Budapest 2021“.

„Auch wenn einige vom Ergebnis der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow enttäuscht sein mögen, ist es doch eine „gute Nachricht“, dass sich die USA und China am Ende des Gipfels darauf geeinigt haben, ihre Differenzen beiseite zu legen und die Zusammenarbeit im Klimabereich zu verstärken“ betonte

Der Präsident hob die Verpflichtung von mehr als 100 Ländern, den Waldverlust bis 2030 umzukehren, als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung hervor.

Er wies darauf hin, dass Ungarn nach dem Verlust von 90 Prozent seiner Wälder (infolge des Diktats von Trianon nach dem Ersten Weltkrieg) seine Waldflächen stetig vergrößert hat.

Ungarn will 2050 mit Atom- und Solarenergie kohlenstoffneutral sein
Ungarn will 2050 mit Atom- und Solarenergie kohlenstoffneutral sein

Die ungarische Wirtschaft ist in den letzten 30 Jahren um mehr als 60 Prozent gewachsen. Gleichzeitig wurden unsere Emissionen  um 32 Prozent reduziert, sagte Staatssekretär Péter Kaderják auf der internationalen Journalistenkonferenz "Hungary at First "Site".Continue reading

Die drei Weltwassergipfel, die Budapest bisher organisiert hat, hätten 1,5 Milliarden Forint (4,1 Millionen Euro) gekostet, seien aber durch die daraus resultierenden Geschäftsabschlüsse für den Staatshaushalt profitabel gewesen.

Zum Thema Nachhaltigkeit sagte Áder, die Menschheit dürfe nur Ressourcen verbrauchen, die von Natur aus ersetzbar seien.

In Bezug auf die Energiepolitik der neuen Bundesregierung sagte Áder

Die Entscheidung der deutschen Regierung, neben Atomkraftwerken auch Kohlekraftwerke abzuschalten und Gaskraftwerke einzuschränken, kann alles auf den Kopf stellen. Solange Deutschland nicht die Infrastruktur für eine effiziente Energieversorgung und langfristige Speicherkapazitäten für billigen Strom schafft, wird es konventionelle Kraftwerke brauchen

so Áder.

Zum ungarischen Energiemix sagte der Präsident, 70 Prozent der im Land erzeugten Energie ist kohlenstofffrei, zwei Drittel davon sind Kernenergie, der Rest erneuerbare Energien. Sobald die beiden neuen Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Paks in Betrieb sind und Ungarn die Kapazität seiner Solaranlagen verdoppelt, werden 90 Prozent der im Land erzeugten Energie kohlenstofffrei sein, fügte er hinzu.

Zwar sind die CO2-Emissionen Ungarns in letzter Zeit gestiegen, doch ist dies auf den zunehmenden internationalen Güterverkehr zurückzuführen

sagte er.

Er wies auf Ungarns Plan hin, die gesamte Busflotte bis 2030 durch Elektrobusse zu ersetzen, und fügte hinzu, dass auch elektrische Müllwagen immer häufiger eingesetzt würden. Ungarn ist sonst eines von zehn Ländern der Europäischen Union, die ihre CO2-Emissionen um mehr als 30 Prozent gesenkt haben, und eines von 21 Ländern weltweit, denen es gelungen ist, ihre Emissionen zu senken und gleichzeitig ihre Wirtschaftsleistung zu steigern.

(Via: mti.hu, Titelbild: MTI/Illyés Tibor)