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Terror in Wien: Keine erhöhte Terrorgefahr in Ungarn

Ungarn Heute 2020.11.05.
FIZETŐS

Laut dem Generaldirektor der Anti-Terror-Einheit gingen die österreichischen Behörden beispielhaft vor und die Terrorgefahr sei in Ungarn nicht höher geworden. Schon am Tag der Wiener Schießerei war die Einheit des ungarischen Terrorismusabwehrzentrums bereits um 22:30 an der österreichisch-ungarischen Grenze. 

Am 2. November ereignete sich ein islamistischer Anschlag in der Wiener Innenstadt, bei dem vier Personen getötet und mehrere weitere schwer verletzt wurden.

János Hajdu, Generaldirektor des Ungarischen Terrorismusabwehrzentrums (TEK) erklärte im Fernsehsender ATV, dass sie dank der sofortigen Berichterstattung des österreichischen Partners schnell reagieren konnten. Seiner Meinung nach gingen die Österreicher in den Stunden nach dem Anschlag musterhaft vor und sie haben auch wichtige geheimdienstliche Informationen mit Ungarn ausgetauscht.

In Wien fand die Schießerei um 20 Uhr statt und „TEK“ war bereits um 22:30 an der Grenze, um den österreichischen Kollegen bei einer eventuellen Festnahme zu helfen. Seitdem sind bereits mehrere Anti-Terror-Einheiten an verschiedenen österreichischen Grenzübergängen stationiert worden.

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Der General betonte: Obwohl der Islamische Staat diesmal nur 70 km von Ungarn entfernt getötet hat, befinde sich das Land nicht in größerer Gefahr als früher, als die Terroristen in Paris, Brüssel oder anderswo Anschläge verübten.

János Hajdu fügte noch hinzu, dass die heimische islamische Gemeinschaft seit Jahrzehnten in Ungarn lebe und sich integriert habe. Wenn jemand jedoch aus dem Ausland nach Ungarn kommt und mit extremen Ansichten in Verbindung gebracht werden kann, dann werde er mit geheimdienstlichen mitteln verdrängt.

(Beitragsbild: Illustration/MTI – Szilárd Koszticsák)