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Ungarischer Film „Déva“ gewinnt Preis beim Cottbuser Filmfestival

Ungarn Heute 2019.11.13.

Der erste Spielfilm der ungarischen Regisseurin Petra Szőcs, Déva, gewann den Dialogpreis beim Cottbuser Filmfestival. „Wir haben uns einstimmig für einen Film entschieden: für seine tiefe Sensibilität, seine Subtilität und seine Fähigkeit, einen Dialog zwischen seiner Hauptfigur und uns, dem Publikum, entstehen zu lassen“ – steht in der Würdigung der Jury. 

Der Film erzählt die Geschichte eines Teenagers, Kató, ein Mädchen mit Albinismus das in einem Kinderheim in der rumänischen Stadt Deva (Déva) lebt, und ihre außergewöhnliche Verbindung zu einer der Freiwilligen dort. Als sie erfährt, dass ihre Freundin kurz davor ist, zu gehen, beschließt Kató, einen anderen Freiwilligen zu opfern, um sie zu behalten.

Beim Cottbuser Festival, das sich auf mittel- und osteuropäische Filme konzentriert, gewann Déva den Dialogpreis zur Förderung des interkulturellen Verständnisses.

Die Würdigung der Jury lautet:

„Wir haben uns einstimmig für einen Film entschieden: für seine tiefe Sensibilität, seine Subtilität und seine Fähigkeit, einen Dialog zwischen seiner Hauptfigur und uns, dem Publikum, entstehen zu lassen. Dafür dass der Film eine unvergessliche Figur schafft, die kein Opfer ist, ganz im Gegenteil. Für das Entstehen des Gefühls von Zugehörigkeit und der Entdeckung unserer eigenen Identität in der hochgradig prägenden, transformativen Zeit der Adoleszenz. Dieses sensible und zerbrechliche Alter, in dem du in einem ständigen Dialog mit deinem Körper und den Menschen um dich herum stehst. Die Regisseurin beschwört all diese konfliktgeladenen Emotionen und transformativen Erfahrungen auf eine ausgesprochen ansprechende cinematografische Art und Weise, indem sie jedes Werkzeug der filmischen Sprache poetisch einsetzt. Sie lässt uns diesen Prozess des Erwachsenwerdens in unserem eigenen Körper spüren. Schließlich für all die Emotionen und Reflexionen, die die Hauptfigur in uns geschaffen hat, während sie versucht, ihren Platz in der Welt zu finden und sowohl innere als auch äußere Grenzen überwindet.“

 

DIALOG-Preis für die Verständigung zwischen den Kulturen

Im Rahmen des Festivals wurden auch Gábor Reisz‘ „Bad Poems“, „Coyote“ von Márk Kostyál und János Szász‘ „The Butcher, the Hure and the One-Eyed Man“ gezeigt.

(Via: mti.hu, filmfestivalcottbus.de)