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Ungarischer Kulturverband: „Entscheidung der Ukraine ist unbegründet und unüberlegt“

Ungarn Heute 2020.08.04.

Die Entscheidung der ukrainischen Gesundheitsbehörden, Ungarn als „rotes“ Land einzustufen, sei „beruflich unbegründet und unüberlegt“, sagte der Vorstand des Transkarpatischen Ungarischen Kulturverbandes (KMKSZ) am Montag.

Ungarn, die Slowakei und Polen, die von der Ukraine als „rot“ eingestuft sind, werden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen angesehenen Gesundheitsorganisationen als günstiger für epidemiologische Statistiken eingestuft als selbst die Ukraine, so KMKSZ.

Die Entscheidung werde Hunderttausende ukrainischer Bürger benachteiligen, sagte KMKSZ und fügte hinzu, dass dies auch die Beziehungen zwischen den Grenzregionen der beiden Länder beeinträchtigen und der Ukraine erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen könnte.

Coronavirus: Die Ukraine klassifiziert Ungarn als rotes Land

KMKSZ fordert die ukrainischen Behörden auf, ihre Entscheidung zu überdenken und international anerkannte Faktoren zu berücksichtigen.

 

Die ukrainische Regierung hat am 1. August ihre Klassifizierung mehrerer Länder aktualisiert und Ungarn unter anderem von der Kategorie „grün“ in die Kategorie „rot“ verschoben. In Zukunft wird die Ukraine nur Ländern eine „grüne“ Klassifizierung zuweisen, in denen die Zahl der registrierten Coronavirus-Fälle nicht um über 30 Prozent gestiegen ist und in denen die Zahl der Infektionen pro 100.000 Menschen nicht höher ist als in der Ukraine.

Für die wöchentlich aufgefrischte Bewertung werden zwei Aspekte berücksichtigt: die Zahl der aktiven Infektionen und der Anstieg bei den Fallzahlen. Erstere Zahl liegt hierzulande mit knapp 2,3 Kranken auf 100.000 Einwohner deutlich unter dem ukrainischen Wert von 33 Kranken – betont Budapester Zeitung. Allerdings hat sich die Zahl der neu gemeldeten Fälle in der zweiten Julihälfte in Ungarn mehr als verdoppelt, was für die rote Karte ausreichte.

(Via: mti.hu, Budapester Zeitung, Beitragsbild: ILLUSTRATION – MTI – Attila Balázs)