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Ungarn führt die Liste der COVID-Todesfälle an

Ungarn Heute 2021.12.02.

Ungarn ist weltweit führend bei den COVID-Todesfällen pro Kopf der Bevölkerung. Nach Angaben von Worldometers folgen nach Ungarn Georgien, Armenien, die Ukraine und Litauen, was die neu gemeldeten (d.h. nicht alle) Todesfälle pro Million Einwohner durch das Coronavirus betrifft, schreibt das regierungskritische Portal telex.hu. Nach den neusten Daten sind in Ungarn bisher 34 931 Menschen an den Folgen der Epidemie gestorben. 

Die Grafik der Organisation „Our World in Data“ zeigt, dass Ungarn am 29. November an erster Stelle der EU-Länder bei der Sterblichkeitsrate stand, basierend auf einem gleitenden 7-Tage-Durchschnitt (der gleitende Durchschnitt glättet die Schwankungen, die normalerweise von statistischen Veröffentlichungen herrühren). Diese Grafik zeigt nur die EU-Länder, die sich derzeit in der kritischsten Situation befinden.

Telex weist auch darauf hin, dass es aufgrund der unterschiedlichen statistischen Methoden in den einzelnen Ländern nicht möglich ist, eindeutige Vergleiche zwischen den Sterblichkeitsstatistiken der einzelnen Länder anzustellen. Ein Vergleich der Sterberaten ist daher mit Vorsicht zu untersuchen. Die meisten Länder wenden jedoch die gleiche Methode wie Ungarn an: Stirbt ein Patient, als er positiv auf das Coronavirus getestet war, gilt er als Opfer der Epidemie.

Die folgende Grafik zeigt die aktuellen COVID-Todesfälle in allen EU-Ländern nach dem Anteil an der Bevölkerung. Die Rangliste basiert auf den neu gemeldeten Todesfällen.

Wie Minister Gergely Gulyás bereits erwähnte, schreibt Telex auch, dass die hohe Sterblichkeitsrate stark mit dem Lebensstil und der Gesundheit der Bevölkerung zusammenhängen könnte. Telex weist auch auf die mangelnden epidemiologischen Maßnahmen hin sowie auf die Tatsache, dass das Coronavirus im Jahr 2020 neben Krebs und Kreislauferkrankungen die dritthäufigste Todesursache in Ungarn war.

Obwohl die Zahl der täglichen Neuinfektionen nach wie vor sehr hoch sind, besteht die Hoffnung, dass wir gerade den Höhepunkt der vierten Welle erreicht haben, denn der gleitende Siebentagesdurchschnitt der Neuinfektionen zeigt bereits einen gewissen Rückgang (die Todesfälle sind jedoch noch nicht rückläufig).

(Via: Telex, Titelbild: MTI/Balogh Zoltán)