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„Unser Labor“ Österreich: alle nicht geimpften Schüler werden dreimal pro Woche getestet

Ungarn Heute 2021.08.26.

Während in Ungarn keine striktere Maßnahman beim Unterrichtbeginn geplant sind, kündigten der österreichische Bildungs- bzw. Gesundheitsminister an, dass Schüler dreimal, nicht geimpfte Lehrer einmal pro Woche getestet werden. Die Budapester Regierung rechnet hingegen dank des hohen Anteils der geimpften Lehrer mit einem regulären Schulbeginn am 1. September.

Am 6. September beginnt in Ost-Österreich wieder die Schule, der Westen folgt eine Woche später. Bildungsminister Heinz Faßmann und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein gaben am Mittwoch bekannt, wie sie sich einen sicheren Schulstart vorstellen. Neu ist, dass das Testen zum Schulstart noch intensiver wird: Schüler werden dreimal pro Woche getestet, im Regelfall immer montags mit einem (schnellen) Antigen- und einem (sehr verlässlichen) PCR-Test und am Donnerstag erneut mit einem Antigen-Test. Bei geimpften Lehrern reichen drei Antigen-Tests pro Woche.

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Gleichzeitig werden drei Sicherheitsstufen eingeführt.

  •  Bei geringem Risiko gibt es keine verpflichtenden Tests.
  • Bei mittlerem Risiko müssen ungeimpfte Schüler dreimal wöchentlich zum Test, außerhalb der Klasse gilt Masken-Pflicht.
  • Bei hohem Risiko müssen ab der neunten Schulstufe alle immer Maske tragen.

Ungarische Lehrergewerkschaften fordern Corona-Tests vor Schulbeginn 

Wie auch wir darüber kürzlich berichteten, sei es, laut der ungarischen Lehrergewerkschaft PSZ empfehlenswert, die Schüler und die Lehrer unmittelbar vor Schulbeginn zu testen. Auch die Nationale Kammer der Pädagogen (NPK) rechnet mit keiner landesweiten Schulschließung, jedoch können im Fall von Krankheiten einzelne Klassen auf Online-Unterricht umstellen.

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In der Zwischenzeit hat das Portal Pénzcentrum seine Leser gefragt, was sie über den Schulbeginn denken. Die meisten von ihnen haben Angst vor einem erneuten Ausbruch des Virus. Die zweitgrößte Gruppe waren den Ergebnissen zufolge die völlig Uninteressierten. Die Eltern haben ganz unterschiedliche Meinungen darüber, ob sie ihre Kinder gegen COVID-19 impfen lassen oder nicht. Ungefähr gleich viele sind dafür wie dagegen – fast 17 Prozent sind noch unentschlossen. Die Regierung plant, das Impfprogramm zu verstärken, und hat für den Beginn des Schuljahres eine Massenimpfung von Schülern über 12 Jahren angekündigt.

(Via: kurier.at, Pénzcentrum, Titelbild: MTI – Szilárd Koszticsák)