Wöchentliche Newsletter

Wahlkampf überschattet Feiertagsgeschehen

Ungarn Heute 2022.03.17.

Ein regierungsnaher und ein linker Kolumnist kommentieren die Feierlichkeiten zum 15. März und sind dabei vom Sieg ihres eigenen Lagers überzeugt. Presseschau von budapost.de. 

In der Zeitung Magyar Nemzet kommentiert László Szentesi Zöldi den „Friedensspaziergang“ der Regierungsanhänger und schlussfolgert: „Bei den Wahlen im April entscheidet das Volk über Leben und Tod.“ In Anlehnung an das Erbe der Revolution von 1848 hätten die Unterstützer der Orbán-Regierung Stärke bewiesen und wollten ihr Land gegen „die Grausamen und Dilettanten“ verteidigen, die „die Ungarn zu Sklaven in ihrer eigenen Heimat machen würden“, meint der regierungsfreundliche Kommentator nicht ganz ohne Pathos.

Pro-Fidesz-"Friedensmarsch" protestiert gegen Krieg und unterstützt Premierminister Orbán
Pro-Fidesz-

Es wird geschätzt, dass Hunderttausende an der Veranstaltung teilgenommen haben.Weiterlesen

Es sei beruhigend, dass sich die Oppositionsführer in ihren Reden zum 15. März auf den Ukraine-Krieg konzentriert hätten, schreibt Miklós Hargitai von der Tageszeitung Népszava. Der linke Kolumnist vertritt die Auffassung, dass der Ukraine-Krieg die politischen Realitäten in Ungarn völlig neu definieren und der Opposition die Chance auf einen Sieg über den Fidesz eröffnen würde – etwas, was ohne die russische Offensive höchst unwahrscheinlich gewesen wäre. Hargitai gibt sich zuversichtlich, dass die derzeitige Krise der Opposition eine Argumentationshilfe für ihre Behauptung liefere, die „Öffnung gen Osten“ und die Energiepolitik der Regierung machten Ungarn wehrlos gegenüber Russland.

Márki-Zay: Wählen Sie Europa, Freiheit und Wachstum statt Osten, Sklaverei und Entbehrung
Márki-Zay: Wählen Sie Europa, Freiheit und Wachstum statt Osten, Sklaverei und Entbehrung

In seiner Rede am 15. März versprach Péter Márki-Zay, der Kandidat der Opposition für das Amt des Ministerpräsidenten, ein Ungarn, das dem Westen verpflichtet ist.Weiterlesen

(Via: budapost.de, Titelbild: MTI/Balogh Zoltán)