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Weltberühmter ungarischer Schiedsrichter Sándor Puhl verstorben

Zsófia Nagy-Vargha 2021.05.20.

Sándor Puhl, weltberühmter ungarischer Schiedsrichter ist verstorben, teilte der ungarische Fußballverband auf seiner offiziellen Webseite mit. Puhl war 65 Jahre alt.

Sándor Puhl legte seine Schiedsrichterprüfung im Alter von fünfzehn Jahren ab und arbeitete sich dann Schritt für Schritt nach oben. Sein Debüt in der ersten Liga gab er 1984 im Spiel Vasas-Csepel (3:0) in der Fáy-Straße. Während seiner langen Karriere hat er 225 NB I-Spiele gepfiffen. Die internationale Bühne betrat er 1988, als er Mitglied der FIFA wurde.

In den 1990er Jahren wurde er weltweit bekannt, als der IFFHS ihn zum ersten Mal zum besten Schiedsrichter der Welt gewählt hatte. Er erhielt diesen Titel dann noch dreimal.

Er leitete unter anderem das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 zwischen Brasilien und Italien, das Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 1996 zwischen England und Deutschland sowie das Finale der europäischen Champions League 1997 zwischen Borussia Dortmund und Juventus Turin. Puhl wurde insgesamt viermal von der IFFHS zum Weltschiedsrichter ernannt (1994–1997).[1]

Seit seinem Karriereende als aktiver Schiedsrichter ist der Ungar Mitglied der FIFA-Schiedsrichterkommission.

Seine ars poetica lautete: „Die Mission des Schiedsrichters ist es, die ihm verliehene Macht zu nutzen, um denen außerhalb des Spielfeldes zu helfen, die bestmögliche Zeit während eines Spiels zu haben“.

(Via: index.hu, mlsz.hu, wikipedia.org, Titelbild: MLSZ)