Die deutschen Haushalte zahlen viereinhalb Mal so viel für Strom und fünf Mal so viel für Gas wie die ungarischen, erklärte der für die Beibehaltung der Nebenkostensenkung zuständige Regierungsbeauftragte am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.

Szilárd Németh berichtete in seiner Zusammenstellung aus Deutschland: Deutschland ist die stärkste und größte Volkswirtschaft Europas, aber seine Energiepolitik wurde vor Jahren in den Ruin getrieben und ist seitdem immer schlechter geworden.

Foto: Németh Szilárd Facebook

Man hat alle Atomkraftwerke abgeschaltet und gesagt, dass man das Energieproblem der Industrie mit Windkraft lösen würde. Das sei gescheitert, aber man habe auch die Sanktionspolitik „mit Volldampf vorangetrieben“, meinte er.

Szilárd Németh. Foto: Németh Szilárd Facebook

In dem Video sagt der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, er habe mit Szilárd Németh ein gutes und interessantes Gespräch über Energiepreise und die Nebenkostensituation geführt. Abgesehen von den Unterschieden stehen die beiden Länder auch vor ähnlichen Herausforderungen, so Jörg Dittrich, der sagte, dass die technologische Neutralität beibehalten oder zumindest angestrebt werden sollte.

Szilárd Németh mit Jörg Dittrich (r.). Foto: Németh Szilárd Facebook

Szilárd Németh fügte hinzu:

Während des Treffens wurde deutlich, dass der Unterschied zwischen den heimischen und deutschen Preisen auf die ungarische Nebenkostensenkung zurückzuführen ist.

In seinem Kommentar zu dem Video schrieb Szilárd Németh, dass der Schlüssel zur ungarischen Nebenkostensenkung in der Aufrechterhaltung des Universaldienstes, dem Bau von Paks II und der Ablehnung der Sanktionen gegen die russischen Energieträger liege.

Die Ergebnisse der europäischen „Nebenkosten-Rundreise“ des Regierungsbeauftragten lassen sich wie folgt zusammenfassen: In Rumänien zahlt man für Erdgas – bei einem europäischen Durchschnittsverbrauch –  zweieinhalb Mal mehr als in Ungarn, während die Stromrechnung der Haushalte mit einem Multiplikator von 1,78 fast doppelt so hoch ist. Slowakische Familien zahlen fast das Zweieinhalbfache des ungarischen Gaspreises und mehr als das Doppelte (2,2) des ungarischen Strompreises. Die Polen zahlen fast viermal so viel für Gas und mehr als zweieinhalbmal so viel für Strom wie die Verbraucher in Ungarn. Die tschechischen Energiepreise für Haushalte sind viermal so hoch wie in Ungarn.

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Via MTI Beitragsbild: Németh Szilárd Facebook