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Eierskandal: Fipronil-belastetes Lebensmittel in Ungarn gefunden

Aus Deutschland kommendes, mit Fipronil belastetes Tiefkühlprodukt wurde vom Ungarns Amt für Lebensmittelsicherheit (Nébih) sichergestellt. Seit Ausbruch des Fipronil-Skandals vor zwei Wochen war es das erste Mal, dass in Ungarn mit Fipronil belastetes Lebensmittel gefunden wurde.

Das belastete Tiefkühlprodukt „Tamago Ei-Omelett-Block” wurde von der ungarischen Firma „Ázsia Gastro Élelmiszer Kft.” aus Deutschland bestellt. Mit Hilfe von Informationen des europäischen Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASSF) sei die Ladung ausfindig gemacht und vernichtet worden, teilte das ungarische Amt am Dienstag mit.

Ungarns Amt für Lebensmittelsicherheit (Nébih) meldete auch vier Funde – drei Funde aus Polen und ein Fund aus Deutschland – von kontaminierten Eiern. Der erlaubte Grenzwert (0,72 Milligramm pro Kilogramm Ei) von Fipronil wurde aber bei diesen Eiern nicht überschritten. Seit 4. August werden die Import-Eier und Eiprodukte in Ungarn kontrolliert. Die Behörde schlägt den Konsum von ungarischen Eiern und Eiprodukten vor.

Die niederländische Lebensmittelaufsichtsbehörde (NVWA) gab am 2. August offiziell bekannt, dass sie 180 Höfe wegen des Einsatzes eines Anti-Milbenmittels, dem unerlaubter Weise Fipronil beigemischt wurde, gesperrt hat. Inzwischen meldeten bis zum vergangenen Wochenende die Behörden von fünfzehn EU-Ländern und von zwei Ländern außerhalb der EU Funde des Insektengifts Fipronil: Belgien, Dänemark, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien bzw. China und die Schweiz.

via mti.hu, sueddeutsche.de; Foto: origo.hu