Kultur

Liszt-Haus Raiding erwartet die Besucher

Am vorigen Dienstag startete die Saison für das Museum in Liszts historischem Geburtshaus, das im Jahre 1951 als Museum eingerichtet wurde. 2011 anlässlich des 200. Geburtstages im Rahmen des Liszt-Jubiläumsjahres erfuhr das Museum einen inhaltlichen, museumsdidaktischen und technischen Relaunch.

Mitmach-Führung im Liszt Haus Raiding (Foto: liszt-haus.at)

Das Haus, in dem Ferenc Liszt am 22. Oktober 1811 geboren wurde, ist gemeinsam mit dem hiesigen Konzerthaus ein wichtiges kulturelles Zentrum im Mittelburgenland. Das Museum bildet den authentischen Rahmen, um die Wurzeln und Weltkarriere des „Hexenmeisters am Klavier“ zu betrachten.

In der Dauerausstellung „Wunderkind | Weltstar | Abbé“ wird neben Liszts Herkunft aus Raiding, seine Zeit als ‚Wunderkind‘ in Wien und Paris, die glühende Religiosität seiner Jugend, seine beiden wichtigen Frauenbeziehungen zu Marie d’Agoult und Carolyne zu Sayn-Wittgenstein und sein Lebensabend als Abbé Liszt beleuchtet.

Da der Franz Liszt Verein Raiding 2018 sein 50-jähriges Jubiläum feiert, wird die bis heute im Liszt-Haus Raiding untergebrachte Lisztorgel renoviert. Der dadurch frei gewordene Platz in der Ausstellung wurde neu gestaltet und widmet sich dem Schicksal von Liszts Kindern: Blandine, Daniel und Cosima. Letztere heiratete in zweiter Ehe Richard Wagner.

Im musealen Raum des Konzertsaales begegnet man dem „Star“ und Geschäftsmann Liszt. Der „Blaue Salon“, jenes Zimmer im Wiener Schottenhof, das Liszt bei seinen Aufenthalten in Wien nutzte und das bis heute eine Schatzkammer an Gedenk- und Kultobjekten darstellt, steht hier im Zentrum. Es kann auch die Möglichkeit geben, zum Schluss eine Musikeinspielung im Konzertsaal des Liszt Festivals Raiding zu hören.

Dreisprachige Führungen, ein erlebnisorientiertes Kinder-Kulturprogramm, besonders für Schulen, und moderne Audio-Guides vermitteln den Gästen lebendige Eindrücke aus Liszts Kinderstube. Neu im Programm ist heuer eine englische Audioguide-Tour, die das Angebot in Deutsch und Ungarisch ergänzt.

via liszt-haus.at, Foto: KSBWeiss – liszt-haus.at