
Mit der Ausweitung der Nachfrage könnte sich den Erwartungen zufolge auch der Spielraum für Verhandlungen verringern.Weiterlesen
Der Immobilienmarkt rund um Budapest hat einen dynamischen Start ins Jahr hingelegt. Laut Daten des Immobilienunternehmens Duna House verzeichnet die Region eine anhaltend starke Nachfrage, steigende Transaktionszahlen und einen weiteren Anstieg der Immobilienpreise.
Die Zahlen für Januar und Februar dieses Jahres zeigen einen deutlichen Aufwärtstrend. Die Anzahl der Vertragsabschlüsse in den Gemeinden im Einzugsgebiet von Budapest übertraf den Wert des Vorjahreszeitraums um beachtliche 36 Prozent. Dies deutet auf eine hohe Aktivität auf dem Markt hin.
Die Nachfrage nach Immobilien in der Agglomeration ist vor allem durch den Wunsch nach einem Eigenheim geprägt. Laut Duna House werden 85 Prozent der Käufe zu diesem Zweck getätigt, während 15 Prozent auf Investitionen entfallen. Die Preise steigen weiter, wobei die Agglomeration zwar höhere Zuwächse als die Hauptstadt verzeichnet, aber im Durchschnitt immer noch günstigere Quadratmeterpreise bietet. Im Schnitt geben Käufer rund 70 Millionen Forint (175 Tsd. Euro) für eine Immobilie in der Region aus.
Während die Agglomeration bei Käufern nach wie vor beliebt ist, hat sich die Abwanderung aus der Hauptstadt im Vergleich zu den Jahren der Pandemie deutlich verlangsamt,
so Ferenc Máté, stellvertretender Geschäftsführer von Duna House. Die Zahl der Immobilienverkäufe im Zeitraum 2023-2024 liegt 20 Prozent unter den Zahlen von 2020-2021.
Die Immobilienpreise in der Agglomeration haben sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt mittlerweile bei etwa 720.000 Forint (1.800 Euro) und hat sich damit seit 2020 fast verdoppelt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um durchschnittlich 10 Prozent gestiegen. Dennoch sind Immobilien in der Agglomeration immer noch durchschnittlich 28 Prozent günstiger als in Budapest.
Die Attraktivität der Budapester Agglomeration spiegelt sich auch im Bevölkerungswachstum wider.
Laut dem Statistischen Zentralamt ist die Einwohnerzahl in 61 Prozent der Gemeinden in den letzten zehn Jahren um mindestens 10 Prozent gestiegen, in fast einem Viertel der Gemeinden sogar um mehr als 20 Prozent. Besonders stark war das Wachstum in Délegyháza und Nagytarcsa, wo die Bevölkerung um über 60 Prozent zunahm. Allerdings gibt es auch Gemeinden, in denen die Bevölkerung stagniert oder sogar zurückgeht, vor allem im nordwestlichen Sektor.
Die mögliche Einführung von Beschränkungen zum Schutz der lokalen Identität der Gemeinden könnte den Immobilienmarkt in der Region beeinflussen. Dennoch gibt es laut Duna House weiterhin viele Orte, die für Zuzügler attraktiv sind.
via mti.hu, Beitragsbild: Pixabay