
Mit dieser Entscheidung erhöht sich die Zahl der in die Hungarika-Sammlung aufgenommenen Werte von 92 auf 94.Weiterlesen
Im Ráday-Haus in Budapest wurden am Samstag sieben Preise für das ungarische Kulturerbe verliehen.
„In Ungarn sollten wir in den kommenden Jahren das leistungsfähigste Bildungssystem der Region schaffen.
Die Politiker sollten das Bildungswesen mit einer Verantwortung finanzieren, die der wirtschaftlichen Situation angemessen ist, aber über ihre Möglichkeiten hinausgeht“,
sagte der Kartograph István Klinghammer, ordentliches Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA) und Vorsitzender der Jury, in seiner Begrüßungsrede.
Der Filmregisseur Zoltán Bonta hielt eine Rede über die Kunst des verstorbenen Filmregisseurs Ferenc András. Er betonte, dass der erste Spielfilm in seiner mehr als 60-jährigen Karriere der Film Der Teufel schlägt sein Weib von 1977 war, der auf dem Buch von Géza Bereményi basiert. Zu seinen größten Erfolgen zählen u. a. Aasgeier (1982) und Die große Generation (1985).
Das Lebenswerk des mit dem Kossuth-Preis ausgezeichneten Komponisten László Dubrovay wurde von der Musikhistorikerin Emőke Solymosi-Tari vorgestellt. Sie betonte, dass Dubrovays Musik trotz der technischen Schwierigkeiten von Musikern mit der gleichen Hingabe und Begeisterung gespielt wird, wie sie vom Publikum aufgenommen wird. Sie bringt immer etwas Individuelles und Einzigartiges mit sich, während sie gleichzeitig durch tausend Fäden mit unserer Volksmusik und den größten Komponisten der vergangenen Jahrhunderte verbunden ist“.
Die Laudatio auf den Dienst der Katholischen Caritas Hungarica hielt Professor László Vojcek. Er wies darauf hin, dass die Organisation seit 1931 den Ungarn und den Völkern des Karpatenbeckens hilft.
János Kubassek, Direktor a.D. des Ungarischen Geographischen Museums, sprach über die vielseitige wissenschaftliche und pädagogische Arbeit des Geologen Árpád Juhász. Er wies darauf hin, dass Árpád Juhász, der durch seine Fernseh- und Radiosendungen bekannt wurde, nicht nur ein weltreisender Geologe war, sondern auch eine bedeutende Rolle bei der Vermittlung der ungarischen Landschaft und der ungarischen Werte spielte. Als Fernsehmoderator interviewte er fast hundert ungarische Wissenschaftler und Forscher, und 1987-1988 nahm er an der Expedition zur Erforschung der 100-jährigen Reise von Samuel Teleki teil.
Frau Csegezi, Direktorin a.D. für Philatelie bei der ungarischen Post, sprach über die einzigartige Sammlung des Budapester Briefmarkenmuseums. In ihrer Laudatio erinnerte sie daran, dass eine der größten öffentlichen Sammlungen von Briefmarken und Philatelie in Europa seit 1930 als Museum betrieben wird, mit einer ständigen Ausstellung von fast einer halben Million Briefmarken und anderen philatelistischen Exponaten und Dokumenten.
Über das Werk des Schriftstellers, Übersetzers, Historikers, Polonisten István Kovács sprach Brigadegeneral a.D. und Militärhistoriker Tamás Csikány. István Kovács, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird, übersetzte Marian Brandys‘ Napoleon und die Polen ins Ungarische, schrieb die Biografie von General Józef Bem und veröffentlichte einen Band über die polnische Legion in Ungarn in den Jahren 1848/49.
Kunsthistorikerin und Universitätsprofessorin Mária Prokopp würdigte die zukunftsweisenden Aktivitäten der Schatzsucher-Bewegung in der Slowakei. Sie hob hervor, dass die Schatzsucher 2006 vom Verband Ungarischer Lehrer in der Slowakei ins Leben gerufen wurden, um Schülern bei der Entdeckung und Präsentation lokaler Schätze zu helfen. Mehr als siebenhundert Präsentationen wurden bereits im Rahmen der Schatzsucher durchgeführt.
1995 beschloss das Kuratorium der Stiftung für Ungarn den Preis für das Ungarische Kulturerbe zu gründen. Die Jury, die früher von Imre Makovecz, Ferenc Mádl, György Fekete und József Hámori geleitet wurde, besteht heute aus zwanzig Mitgliedern unter dem Vorsitz von István Klinghammer.
Im Juni 2021 erklärte der Hungarikum-Ausschuss die abgeschlossenen Lebenswerke der Preisträger als von herausragendem nationalem Wert
und machte damit die Werke dieser herausragender Persönlichkeiten zum Bestandteil des Ungarischen Werteregisters. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden mehr als 750 Preise verliehen, eine beträchtliche Anzahl davon an Personen und Institutionen jenseits der Grenzen.
Via MTI Beitragsbild: MTI/Kovács Attila