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Beamter des Fernüberwachungs- und Kontrollzentrums der Grenzpolizei in Mórahalom an der serbischen Grenze

An der serbisch-ungarischen Grenze seien in diesem Jahr bisher mehr als fünfmal so viele Grenzverletzer aufgegriffen worden wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte György Bakondi, der Chefberater des Premierministers für innere Sicherheit. Er wies darauf hin, dass der Anstieg trotz der intensiven und aktiven Tätigkeit der türkischen Grenzpolizei und der hohen Zahl der aufgegriffenen, abgefangenen oder verhinderten Grenzübertritte erheblich sei.

Laut György Bakondi liegt der Grund für den starken Anstieg darin, dass „die Balkanroute aktiv ist“ und eine große Zahl von Migranten mit Booten aus der Türkei und Libyen auf die griechischen Inseln und von dort auf das griechische Festland gelangt.

Bis zum 2. April letzten Jahres seien 749 Grenzverletzer aufgegriffen worden, in diesem Jahr seien es bisher 3.940.

Dies zeige auch die Effektivität der ungarischen Grenzpolizei, fügte er hinzu.

Der Chefberater erklärte, dass weiterhin junge Männer in großer Zahl mit unbekannter Identität und unbekanntem Ziel nach Europa kommen. Dies habe schwerwiegende Folgen für die innere Sicherheit, was sich in Westeuropa deutlich zeige. Zahlreichen Terroranschläge, die Schaffung von No-Go-Zonen und andere negative Auswirkungen auf das Sozial-, Gesundheits- und Wohnungswesen führen zur Stärkung von Parteien bei verschiedenen Kommunal-, Regional- und Parlamentswahlen, die sich am ungarischen Beispiel und Modell in Sachen Migration orientierten.

Migranten an der serbisch-ungarischen Grenze (Foto: Facebook/Migrációkutató Intézet)

Ein weiteres Problem sei, dass diejenigen Migranten, die einen Flüchtlingsstatus erhalten, sich zusammenschließen, No-Go-Zonen schaffen und keine Anstrengungen unternehmen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Auf diese Weise können selbst Angehörige der zweiten oder dritten Generation radikalisiert werden und Terroranschläge verüben,

warnte er.

György Bakondi wies darauf hin, dass illegale Einwanderer in der Vergangenheit in der Regel mit Tunneln und Leitern arbeiteten, um technische Hindernisse zu überwinden, während sie heute den Zaun einfach mit einem Bolzenschneider durchtrennen.

Gleichzeitig würden sie offensiv gegen die ungarischen Polizeikräfte vorgehen, die die Grenze bewachen, was ebenfalls zeige, dass es sich nicht um Flüchtlinge, sondern um Migranten handelt, denn ein Flüchtling, der in einem Land wegen seiner religiösen, rassischen oder politischen Ansichten oder Zugehörigkeit verfolgt wird, beginnt seine Flucht sicher nicht damit, dass er einen Molotowcocktail auf den ungarischen Grenzschutz wirft, der ihm helfen will, so der Chefberater.

Ein an der Südgrenze von illegalen Migranten beschädigtes Dienstfahrzeug (Foto: MTI/Szigetváry Zsolt)

Seiner Ansicht nach seien jedoch keine größeren Änderungen zu erwarten, die sich auf eine nachträgliche Kontrolle des EU-Migrationspakts auswirken würden, da man in Brüssel die Lösung weiterhin in der Verteilung der Quoten sehe, so der Experte in der Sendung „Guten Morgen, Ungarn!“ von Radio Kossuth.

Er wies darauf hin, dass diese Haltung spürbare politische Folgen in großen Aufnahmeländern wie Deutschland, Schweden, Frankreich, Italien und Spanien habe, wo sich die Bürger nicht sicher fühlten und keine Rechtfertigung dafür sähen, eine so große Zahl illegaler Einwanderer unkontrolliert und ohne Ausweisung ins Land zu lassen.

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via MTI, Beitragsbild: Facebook/Migrációkutató Intézet