Wirtschaft

Grundstein gelegt: Audi, MOL und Universität Szeged entwickeln zusammen

Entwicklung alternativer Kraftstoffe, Digitalisierung und Sharing Economy – darüber unterzeichnete Audi Hungaria Zrt. mit der MOL-Gruppe und der Universität Szeged eine strategische Vereinbarung. „Die beiden größten Unternehmen des Landes kooperieren mit einer der größten Universitäten auf einem Gebiet, das unser aller Leben beeinflusst.“ – so László Palkovics, Minister für Innovation und Technologie.

Gemeinsam mit HR-Minister Miklós Kásler, Justizminister László Trócsányi und der Kanzlerin der Universität Szeged legte der Minister den Grundstein für das neue Automotive-Kompetenzzentrum der SZTE. Der Vorstandsvorsitzende der MOL Nyrt., Zsolt Hernádi, betonte: „Ohne wettbewerbsfähiges Bildungswesen gibt es keine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Das ungarische Bildungssystem muss seinen Elfenbeinturm verlassen und Fachleute mit wertvollem Know-how für die Industrie heranbilden.“ Dabei hätten auch die Industrieunternehmen eine riesige Verantwortung – so Hernádi. Der Vorsitzende fügte hinzu: In Europa seien aktuell 240 Mio. Pkw auf den Straßen unterwegs, von denen jährlich 5% ausgetauscht werden, die Erneuerung des gesamten Bestandes dauere laut Hernádi somit 20 Jahre. Mit dieser Dynamik können die Kohlendioxidemissionen nicht wie gewünscht gesenkt werden. Daher brauche man alternative Lösungen. Das Ziel sei die Entwicklung solcher Motoren, die eine deutlich höhere Effizienz als die heute erreichten 30-40% bei der Verwertung der Kraftstoffe. Der Start eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprogrammes ermöglicht das zu entwickeln.

„Im Mittelpunkt der Forschungsprogramme stehen der Schadstoffausstoß der Verbrennungsmotoren, die Entwicklung der entsprechenden Messtechnologien und die Erforschung synthetischer Antriebsstoffe sowie die kontinuierliche Erweiterung der gemeinsamen Wissensbasis“ – so Erzsébet Knáb, Personalvorstand der Audi Hungaria Zrt. Sie teilte mit, dass das Unternehmen in Győr nicht nur Motoren und Automobile baut, sondern seit mehr als 10 Jahren ein Motor- und Fahrzeug-Entwicklungszentrum betreibt.

(Via: ahkungarn.hu, Beitragsbild: MTI – Tibor Rosta)