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Péter Szijjártó mit Peter Žiga (l) in Komorn
Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó forderte die Europäische Kommission am Dienstag im ungarischen Komorn (Komárom, Komárno) zu Gesprächen mit den Vereinigten Staaten über die Zusammenarbeit im Zollbereich auf.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vizepräsidenten des slowakischen Nationalrats, Peter Žiga, ging der Minister auch auf die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten ein und sagte, dass „wieder einmal bewiesen wurde, dass Brüssel von inkompetenten Leuten geführt wird“. „Inkompetente Leute, die außerdem unter einer sehr starken Trump-Phobie leiden. Das sind die beiden Erklärungen dafür, wie sie so einen Schlamassel anrichten konnten. Wie sie die Zusammenarbeit im Zollbereich so sehr vermasseln konnten“, sagte er.
Denn Tatsache ist, dass Brüssel auch in der zollpolitischen Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten einen äußerst groben Fehler begangen hat.
Dieser riesige Fehler Brüssels stellt die europäische Wirtschaft einmal mehr vor sehr große Herausforderungen“, fügte er hinzu.
❗️Brussels has seriously botched customs cooperation with the United States, said @FM_Szijjarto, calling on the @EU_Commission to begin immediate talks with Washington. At a joint press conference with Slovak National Council Vice President Peter Žiga, he criticized EU leadership… pic.twitter.com/BAtUvRs4Ol
— Zoltan Kovacs (@zoltanspox) April 1, 2025
Péter Szijjártó betonte, dass stattdessen die Zölle auf die Automobilindustrie hätten verhandelt und gesenkt werden müssen. „Europa erhebt gegenüber den Vereinigten Staaten 10 % Zölle auf die Automobilindustrie, die Vereinigten Staaten hingegen erheben 2,5 % Zölle gegenüber Europa. Was hätte getan werden müssen?
Wir hätten die europäischen Autozölle auf 2,5 % gegenüber den USA senken sollen, dann hätten wir eine Verhandlungsposition gehabt,
wir hätten verhandeln können, und es hätte keine Entscheidung auf der anderen Seite des Ozeans gegeben, die zu höheren Zöllen hätte führen können“, erklärte der Minister.
„Die Slowakei und Ungarn sind also zwei Länder, die Hochburgen der europäischen Automobilindustrie sind. Zwei Länder, in denen die Autoindustrie eine wichtige Rolle spielt“, betonte er. „Wir fordern die Europäische Kommission dringend auf, sich zusammenzureißen und mit den Amerikanern zu verhandeln, über die Zusammenarbeit im Zollbereich zu verhandeln, denn wenn sie so weitermachen, wird das ein weiterer Tiefschlag für die europäische Wirtschaft sein“, sagte der Chefdiplomat.
„Hier hatten wir COVID, hier haben wir die Sanktionen gegen Russland, und jetzt haben sie auch die Zollzusammenarbeit vermasselt. Was wir also von Brüssel erwarten, von den Bürokraten, die jeden Monat mit Zehntausenden von Euro bezahlt werden, ist, dass sie sich zusammenreißen und die Zollzusammenarbeit aushandeln, denn das wird ein großes Problem sein“, schloss er.
Via MTI Beitragsbild: Péter Szijjártó Facebook