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Knochen von legendärem König Matthias können identifiziert werden. Auch eine Umbettung möglich

Ungarn Heute 2021.01.21.

Die Ursprünge der Familie Hunyadi können aufgedeckt und die Knochen von König Matthias (Hunyadi) identifiziert werden, nachdem das Grab von seinem Sohn, János Corvin in Kroatien ausgegraben wurde. Ungarns Humanressourcenminister hat kürzlich das Paulinerkloster der kroatischen Stadt Lepoglava (Schönhaupt) aufgesucht, wo sich das Grab befindet. 

Johann Corvin (1473-1504), Sohn des legendären ungarischen Königs Matthias Corvinus (1443-1490) wurde in der kroatischen Stadt Lepoglava begraben. Dank der Ausgrabung kann das „Ungarntum Forschungsinstitut“ die irdischen Überreste von Johannes einer archäogenetischen Untersuchung unterziehen, sowie ein Gensegment bestimmen, das nur von Männern geerbt wird. Das ist Voraussetzung dafür, dass auch die Überreste von König Matthias unter den Knochen, welche sich im königlichen Grab von Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) befinden, wo insgesamt 15 Könige ruhen, identifiziert werden können.

Miklós Kásler, Minister für Humanressourcen kündigte auf seiner Social-Media-Seite an, dass infolge der Ausgrabung des Grabes des Sohnes, Johann Corvinus, auch die Knochen des einstigen ungarischen Königs identifiziert werden könnten.

Fact

Matthias Corvinus (1443-1490) war zwischen 1458 und 1490 König von Ungarn und Kroatien, zwischen 1469 und 1490 König von Böhmen, sowie zwischen 1486 und 1490 Herzog von Österreich. Unter seiner Herrschaft hat Ungarn Kärnten, Krain, die Steiermark, Niederösterreich, Mähren und sogar Schlesien erobert. Zwischen 1485 und 1490 verlegte er seinen Sitz nach Wien. Er wird in Ungarn heute noch  „Matthias, der Gerechte“ genannt, da er sich oft inkognito im Land bewegt haben soll, um mehr über die Sorgen und Anliegen des Volkes erfahren zu können.

„Dank den genetischen Untersuchungen kann bald das Skelett von König Matthias wieder zusammengestellt werden, und anschließend kann der König eine würdige Ruhestätte erhalten, wodurch auch eine nationale Weihestätte entstehen wird“ – fügte der Minister hinzu.