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Es ist nicht sicher, Tragen einer Kippa in Berlin – die Übergriffe gegen jüdische Mitbürger alarmiert den Zentralrat der Juden

Die jüngsten Übergriffe gegen jüdische Mitbürger haben auch den Zentralrat der Juden alarmiert. Sein Präsident, Josef Schuster rät davon ab, im großstädtischen Milieu die Kippa zu tragen.

Josef Schuster sprach darüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg.  Der Präsident riet: man müsse lieber „ein Basecap oder irgendetwas als Kopfbedeckung zu tragen“. Er meint, wenn es nicht gelinge, dem offenen Antisemitismus entgegenzutreten, „dann stellt dies letztendlich auch eine Gefahr für unsere Demokratie.“ Schuster warnte schon im Jahre 2015 davor, eine Kippa in den deutschen Städten mit überwiegender muslimischer Bevölkerung zu tragen.

Am vergangenen Dienstag waren auf einer Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg zwei Männer im Alter von 21 und 24 Jahren beleidigt und attackiert worden, wobei der Täter einen von ihnen mit einem Gürtel schlug und leicht verletzte. Die beiden Opfer trugen zum Zeitpunkt des Angriffs eine Kippa. Nach dem Übergriff stellte sich ein 19-jähriger Tatverdächtiger der Polizei. Der Angriff löste abermals eine Debatte über Antisemitismus in Deutschland aus.

(Via: mti.hu, stern.de, rbb24.de, Beitragsbild: 888.hu)