
In Bezug auf das Netto-Geldvermögen belegte Ungarn Platz 28 unter den reichsten Ländern.Weiterlesen
Der Bestand an finanziellen Vermögenswerten – vereinfacht gesagt Ersparnissen – ungarischer Haushalte ist auch 2024 dynamisch gewachsen und überstieg zum Jahresende 111.200 Milliarden Forint (277 Mrd. Euro), berichtet Világgazdaság unter Berufung auf die am Dienstag veröffentlichten endgültigen Daten der Ungarischen Zentralbank (MNB).
Laut den Statistiken der Bank hatten die ungarischen Bürger noch nie zuvor so viele Ersparnisse, und die Wachstumsrate von 14 Prozent im Jahr 2024 übertraf die Inflation deutlich.
Die Finanzanlagen der privaten Haushalte steigen seit vielen Jahren rapide an, so dass sich das gesamte Sparportfolio innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt hat.
Den Daten der MNB zufolge sind Investmentfondsanteile – basierend auf der Wachstumsrate des Bestands – eindeutig die Gewinner des letzten Jahres, da ihr Bestand in den Haushalten innerhalb von zwölf Monaten um fast 30 Prozent auf über 13.550 Milliarden Forint (33,7 Mrd. Euro) anstieg. Damit liegt das Volumen des Portfolios in Investmentfonds nicht mehr weit hinter dem der ungarischen Staatsanleihen. Der Bestand der letzteren stieg im Jahr 2024 um 11,1 Prozent auf knapp 14.000 Milliarden Forint (34,9 Mrd. Euro).
Auch die Bestände an Einlagen der Bevölkerung stiegen mit einem Wert von mehr als 15 Prozent überdurchschnittlich an, wodurch fast 16.400 Milliarden Forint (40,8 Mrd. Euro) auf ungarischen – und zu einem geringeren Teil auf ausländischen – Bankkonten geparkt wurden. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Bestand an Bargeld in den Haushalten mit 7,6 Prozent deutlich langsamer als der Durchschnitt anstieg und etwas mehr als 6.500 Milliarden Forint (16 Mrd. Euro) betrug.
Was die Zusammensetzung des Portfolios anbelangt, so machen Aktien und Beteiligungen weiterhin den größten Anteil aus – inzwischen mehr als 50 Prozent.
Davon machen Investmentfondsanteile 12,2 Prozent des gesamten Sparanteils aus. Ende des Jahres hielten die Haushalte 14,7 Prozent ihrer finanziellen Vermögenswerte in Einlagen, während der Anteil von Staatsanleihen bei etwa 12,5 Prozent lag. Der Anteil des Bargelds ging innerhalb eines Jahres deutlich von 6,6 auf 5,9 Prozent zurück.
Der Bestand an Verbindlichkeiten der privaten Haushalte stieg 2024 um 9,4 Prozent und bewegte sich zum Jahresende bei fast 16.630 Milliarden Forint (41,4 Mrd. Euro). Der Großteil davon waren – wenig überraschend – Kredite von verschiedenen Finanzinstituten. Infolgedessen erreichte das um Verbindlichkeiten reduzierte Nettofinanzvermögen der Haushalte Ende letzten Jahres 94.574,5 Milliarden Forint (235,5 Mrd. Euro), was – neben einem Anstieg von fast 15 Prozent gegenüber Ende 2023 – ebenfalls einen neuen Rekord darstellt.
via vg.hu, Beitragsbild: Pexels