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Gedenken der vertriebenen Ungarndeutschen

MTI - Ungarn Heute 2019.01.21.

„Ein Verbrechen historischen Ausmaßes“ – so nannte der stellvertretende Ministerpräsident Zsolt Semjén die Deportation und Vertreibung von den Ungarndeutschen aus Ungarn. Mehr als 200.000 Deutsche sind nach dem II. Weltkrieg aus Ungarn vertrieben worden, wodurch Ungarn ein Stück seiner ungarndeutschen Identität verlor. Die Einführung eines offiziellen Gedenktages am 19. Januar für die vertriebenen Ungarndeutschen wurde vom Ungarischen Parlament initiiert.

Anlässlich des Jahrestages der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg sagte Semjén in Elek (im Südosten Ungarns): „dieses Verbrechen sei gegen eine ethnische Gruppe begangen worden, die seit Jahrhunderten Teil des historischen Ungarns gewesen sei“. Semjén wies darauf hin, dass die Deportation etwa 200.000 Menschen aus fast allen Regionen des Landes mit ethnisch deutscher Bevölkerung betroffen habe und von Januar 1946 bis Juni 1948 in drei Wellen stattgefunden habe.

MTI – Péter Lehoczky

(Beitragsbild: WIKIMEDIA/BUNDESARCHIV)