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Innenminister: EU-Außengrenzen müssen vor illegaler Migration geschützt werden

Zsófia Nagy-Vargha 2021.10.06.

Die Herausforderungen in Afghanistan können auch in der Region große Sicherheitsprobleme mit sich bringen, die Innenminister sind sich daher einig, dass die Außengrenzen der EU geschützt werden müssen, sagte Ungarns Innenminister Sándor Pintér nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus der Visegrád-Gruppe, sowie auch aus Österreich und Slowenien.

„Derzeit weiß niemand, wie viele Menschen sich auf den Weg nach Europa machen werden und wie wir unseren Verpflichtungen zum Grenzschutz nachkommen und gleichzeitig die Erwartungen im Bereich der Migrationspolitik (Asyl) erfüllen können“ betonte der ungarische Minister und fügte hinzu, dass er mit seinen Amtskollegen eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet hat, um ihren Standpunkt innerhalb der EU zu bekräftigen.

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Kurz darauf, traf sich der österreichische Innenminister mit seinem serbischen Amtskollegen, wobei sie auch auf Ungarns Grenzschutz eingingen. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sagte: Das gemeinsame Vorgehen gegen illegale Migration ist das Hauptziel von Österreich und Serbien. Den Schleppern solle „das Leben schwergemacht“ werden. Wegen zahlreicher Aufgriffe an der ungarischen Grenze und in Wien seien die Kontrollen an der Grenze zu und aus Ungarn verstärkt worden. Außerdem seien gemeinsame „trilaterale Streifen“ von Österreich, Ungarn und Serbien an der Grenze Ungarns zu Serbien geplant, so Nehammer. Aleksandar Vulin fügte an, dass es vor allem an einer einheitlichen Linie seitens der Europäischen Union fehle.

(Titelbild: MTI/Illyés Tibor)